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29. Juni 2008 18:45 Uhr

"Man hat einfach Spaß daran"

Wehringen Mit Spannung erwartet wurde von den Besuchern des Flugtages anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Modellflug-Clubs Wehringen (MCW) am Samstag die Nachtflugschau, die dann auch mit spektakulären Flugtricks und Lichteffekten für staunende Begeisterung sorgte. Neben einigen Wehringer Piloten, wie dem Vorsitzenden Walter Bammler - der mit zwei Delta Showfliegern, ausgerüstet mit zahlreichen LED-Leuchten, startete - nahmen vor allem Gastflieger an dem Spektakel teil. Rund 600 Schaulustige fanden sich ein.

Choreographie am Himmel wird von passender Musik begleitet

Die Modellflieger zeigten teilweise perfekt einstudierte kleine Flugshows, deren Choreographie auch noch mit begleitender Musik harmonierte. So auch die Show von Robert Sixt, dem mehrfachen Deutschen Meister im Modellfliegen, der sich mittlerweile den Ruf erworben hat, einer der weltbesten Heli-Piloten zu sein. Sein Hubschrauber "3 D - MP" mit Verbrennungsmotor, den er nach dem Baukastenprinzip selbst zusammengeschraubt hat, ist komplett beleuchtet. "Dieses Modell benutze ich nur für die Nachtflüge. Immer alles wieder abzumontieren, wäre zu aufwendig", erklärte der 33-Jährige dazu.

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Auch Christian Swoboda ist ein Meister des Nachtfluges. Er präsentierte in Wehringen zwei Nachtflugshows. Das Kunstflugmodell "Funtana" mit zwei Metern Flügelspannweite kann eine Geschwindigkeit von 150 Stundenkilometern erreichen. Knappe drei PS heben das mit über 100 LED-Lampen bestückte Mini-Flugzeug in die Nacht und lassen es spektakuläre Flugmanöver, beispielsweise Loopings und Rollen, ausführen. Besonders faszinierte das Publikum das "schnelle Trudeln": Der Flieger dreht sich im Fallen um die eigene Achse und wird kurz vor dem Aufprall vom Piloten wieder abgefangen.

Auch mit dem Hochdecker "Hector" (Spannweite 2,70 Meter, 6,5 PS) zeigte Swoboda faszinierende Flugtricks, die vor allem in einem, vom Flugzeug aus gezündeten Feuerwerk gipfelten. "Über acht Stunden dauern die Vorbereitungen allein für das Feuerwerk", erzählte Swoboda. Da muss jeder Draht sitzen, jede Verbindung passen, denn sonst besteht die Gefahr, dass das Flugzeug mit in die Luft fliegt. Bei dem über 2000 Euro kostenden Modell ein teurer Spaß.

"Ich prüfe lieber einmal öfter alles nach", erklärte der Flieger, der im Jahr mindestens zehn Nachtflugshows zeigt. Auch während des Fluges ist höchste Konzentration angesagt. "Man muss das Modell immer unter Kontrolle haben, darf sich während der Show auf keinen Fall ablenken lassen", so Swoboda. "In der Nacht fliegen, da gehört schon Können dazu."

Das Schöne für ihn am Fliegen aber ist eines: "Man hat einfach Spaß daran, zu bauen, zu erproben und dann zu fliegen. Das Ganze hat viel mit Technik zu tun, das ist eben interessant". »Siehe Seite 5

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