Vor 20 Jahren haben elf Männer nach langer Pause den ersten Baum aufgestellt. Am Dienstag wird gefeiert

Es war der 9. Mai 1991, Christi Himmelfahrt. Eine Männerrunde aus Mittelstetten saß zusammen und feierte den Vatertag. Das Kesselfleisch schmeckte, das Bier floss und ließ auch die Gedanken sprudeln. Einige ältere Bürger erinnerten sich an Erzählungen, wonach es in Mittelstetten im Jahr 1933 einen Maibaum gegeben habe sollte.
Es wurde ein „Maibaum-Festausschuss“ gebildet. Elf Männer verpflichteten sich, im nächsten Jahr einen Maibaum aufzustellen. Der 43 Meter hohe Baum wurde am Abend des 30. Aprils aufgestellt. Einen Tag später feierten die Bürger um 11 Uhr das erste Maibaumfest.
Dieser Brauch ist den Mittelstettern geblieben. Auch in diesem Jahr wird das Fest für alle Bürger am Dienstag um 11 Uhr beginnen. Es reisen aber auch Gäste von außerhalb an – bis aus Frankreich und Südkorea sollen sie schon gekommen sein, sagt Michael Schneider.
Die jährliche Maifeier rund um den Maibaum hat sich zu einem Höhepunkt im Dorfleben entwickelt. Mit dem diesjährigen Maibaumfest feiern die Maibaumfreunde zusammen mit allen Mittelstettern ihr 20. Jubiläum „Maibaum in Mittelstetten“. Deswegen ist der Maibaum, der aus dem Forst hinter Schloss Guggenburg stammt, dieses Jahr auch besonders schön.
Die 40 Meter hohe Tanne muss geschliffen werden, anschließend werden Rauten und das Mittelstetter Wappen eingeschnitzt und Schilder und Kränze montiert. Zuletzt wird der Maibaum aufgestellt. Am Dienstag findet dann ein großes Fest statt. Los geht’s um 10.15 Uhr mit dem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Magnus.
Um 11.15 Uhr wird der Maibaum gesegnet, dann stehen Frühschoppen, Anschießen mit den Böllerschützen Kleinaitingen und Mittagessen auf dem Programm. Ab 14 Uhr wird getanzt – unter anderem mit Bändertänzen, Bankltänzen und Schuhplattlern.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.|
|
Artikel kommentieren