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17. August 2007 20:35 Uhr

Mittler zwischen Schule und Betrieb

Kleinaitingen Betriebliche Ausbildungsplätze sind auf dem Lechfeld wie auch in anderen Regionen Mangelwaren. Daher haben es jugendliche Haupt- und Realschüler hierzulande nicht leicht, den Einstieg ins Berufsleben zu finden. Hilfe bietet ihnen seit Kurzem unser "Lechfelder der Woche" Manfred Kundler aus Kleinaitingen an: Er hat vor nicht allzu langer Zeit zusammen mit seiner Lebensgefährtin Susanne und fünf weiteren Personen den gemeinnützigen Verein "abakus Initiative" gegründet.

Dessen Ziel ist es, möglichst viele Schüler, Eltern, Schulvertreter, Betriebe und andere Akteure des örtlichen Arbeitsmarkts zusammenzuführen, um so die Chancen der Jugendlichen auf einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz in der Region zu steigern.

Die Idee kam ihm durch das neue Kindergartengesetz

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Die Idee zu diesem Verein kam dem Diplom-Wirtschaftsinformatiker, der seit etwa 13 Jahren in der IT-Branche selbstständig tätig ist und Unterricht in Informatik an der Berufsfachschule in Augsburg gibt, anlässlich des 2005 in Kraft getretenen neuen Bayerischen Kindergartengesetzes (BayKiG). "Darin ist für die Kinder eine Medienbildung und -erziehung vorgesehen. An vielen Kindergärten und Schulen fehlten allerdings die dementsprechenden Angebote", erzählt Kundler.

Daher sei es für ihn nahe liegend gewesen, unter anderem im Königsbrunner Ferienprogramms Computerkurse für Kinder anzubieten.

Erste Lehrstellenbörse findet im November statt

Von dort war der Weg nicht weit, auch etwas größere Kinder zu unterstützen. "Wir haben uns die achten und neunten Schulklassen ausgesucht. Da man sich aber als Externer am Schulgeschehen nur schwer beteiligen kann, haben wir den Verein gegründet, der Jugendliche in Sachen Weiterbildung, Zusatzqualifikation und Motivation unterstützt", sagt Kundler.

Erstes Projekt des neuen Vereins ist eine Praktikums- und Lehrstellenbörse, die im November in der Kleinaitinger Lechfeldhalle stattfinden wird. Auf dieser Veranstaltung sollen Schüler und Ausbildungsstätten aus der Region zusammengebracht werden. "Es ist erstaunlich, wie viel Zuspruch wir in kürzester Zeit bekommen haben. Dennoch stehen wir mit unserem Unterfangen natürlich noch ganz am Anfang und suchen dringend Menschen, die uns tatkräftig unterstützen, und Unternehmen, die wirklich noch ausbilden oder Praktikumsplätze zu vergeben haben", so Kundler. Dieses Engagement des gebürtigen Augsburgers, der seit sieben Jahren in Kleinaitingen wohnt, kommt nicht von ungefähr: Er hat selbst zwei Kinder und befasst sich schon alleine deswegen mit bildungspolitischen Problemen.

Schach und Motorradfahren zählt er zu seinen Hobbys

In seiner Freizeit genießt der 40-Jährige gerne die schönen Dinge des Lebens, wie er sagt. Dazu gehört zum Beispiel auch der ein oder andere Familienausflug. Daneben spielt er gerne Schach. "Es gefällt mir, mich mit meinen Schachgegnern darin zu messen, wer die strategisch klügeren Spielzüge setzt", sagt Kundler, der seit 25 Jahren Mitglied in der Schachgesellschaft Augsburg ist und erst kürzlich dafür eine Auszeichnung erhalten hat. Ein weiteres Hobby ist sein Motorrad, auf dem er gerne bei schönem Wetter durch die Landschaft fährt.

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