Irgendetwas fehlte in ihrem Leben, das spürte Adele Volz ganz deutlich. Sie war unzufrieden, traurig. Der Job im Büro, er gab ihr einfach keine Erfüllung mehr. Doch sie fand etwas, womit ihre Lebensfreude zurückkehrte. Von Monika Schmich
Untermeitingen. Irgendetwas fehlte in ihrem Leben, das spürte Adele Volz ganz deutlich. Sie war unzufrieden, traurig. Der Job im Büro, er gab ihr einfach keine Erfüllung mehr. "Ich war psychisch am Ende", sagt die Frau aus Untermeitingen. "Ich habe mich einfach nicht verwirklicht gefühlt."
Irgendwann holte die heute 39-Jährige ihre Nähmaschine aus dem Keller und machte sich ans Schneidern. Die bunten Stoffe, das kreative Arbeiten, die filigranen Handgriffe: "Da habe ich gemerkt, wie meine Lebensfreude wieder zurückkehrt", erinnert sie sich.
Seitdem hat sich im Leben von Adele Volz vieles verändert. Innerhalb von gut eineinhalb Jahren hat die Mutter von zwei Kindern ihr Berufsleben komplett umgekrempelt: Sie hat Kurse besucht, ihre Nähkunst perfektioniert und schließlich ihren Job gekündigt.
Jetzt steht sie kurz davor, ihren Traum zu verwirklichen: Ab Mitte September wird sie als Partnerin einer Augsburger Designerin an deren Entwürfen mitfeilen und mitarbeiten. "Dann mache ich endlich, was ich schon immer tun wollte", sagt Adele Volz. Derzeit läuft außerdem eine Ausstellung in der Raiffeisenbank Schwabmünchen, bei der Werke von Volz zu sehen sind.
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