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17. März 2010 17:45 Uhr

Wehringen

Nach Schulbrand: Wer kommt für Schaden auf?

Die Folgen des Schulhausbrandes in Wehringen sind weit größer als vermutet. Die Schadenshöhe steht noch nicht fest. Doch das Gebäude komplett professionell reinigen zu lassen, wird eine Stange Geld kosten. Doch welche Versicherung dafür einspringen wird, ist noch offen. Von Pitt Schurian

Wehringen. Die Folgen des Schulhausbrandes in Wehringen sind weit größer als zunächst gedacht. Wie hoch der Schaden zu beziffern sein wird, steht noch nicht fest. Bürgermeister Manfred Nerlinger weiß jedoch: "Das ganze Gebäude muss professionell gereinigt werden. Die abgehängten Decken müssen komplett raus. Es wird einen sechsstelligen Betrag kosten." Welche Versicherung dafür einspringen wird, ist noch offen. Klar ist zwar: Die Ursache war ein technischer Defekt. Doch für die Versicherungen stellt sich die Frage: Wer ist haftbar?

Daher muss die Gemeinde bei der Schadensabwicklung wohl noch Geduld zeigen. Und die Eltern müssen erst einmal in die eigene Tasche greifen. Bei dem Feueralarm in der vorigen Woche verließen rund 60 Kinder und Lehrer innerhalb kürzester Zeit die sogenannte neue Schule - eines der beiden Unterrichtsgebäude in Wehringen. Zurück blieben jedoch Mäntel, Jacken, Schulränzen, Schreibmäppchen, Straßenschuhe und vieles mehr. Wohl nichts mehr davon kann verwendet werden. Eine Reinigung - wenn überhaupt möglich - wäre teurer als eine Neuanschaffung.

Von der Bayerischen Versicherungskammer erhielt Amtsleiter Jürgen Schuler die Auskunft: "Diese Dinge sind Privateigentum und durch die private Hausratversicherung abgedeckt."

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Den Eltern empfahl die Gemeinde daher, den Schaden ihrer eigenen Versicherung zu melden. So kämen sie am schnellsten zu Geld. Falls dies nicht klappt, bot Bürgermeister Nerlinger als Soforthilfe 250 Euro pro Kind an, bis die Regulierung der Brandfolgen unter den Versicherungen endgültig geklärt und abgewickelt ist. In der Zwischenzeit versuchen Fachkräfte, durch ein radikales Reinemachen eventuelle gesundheitliche Schäden und neue Verunreinigungen auszuschließen.

Das Problem, so Bürgermeister Nerlinger: "Nach dem Brand im Keller hatte sich Rauch über das Treppenhaus ins ganze Haus verbreitet. Wo er nicht direkt hingelangte, kam er durch die Lüftungsschächte hin. Selbst in die benachbarte Turnhalle. Anfangs nahm der Qualm in manchen Gängen jede Sicht. So mussten die Feuerwehren mit einem Gebläse für Durchzug sorgen. Das verstärkte laut Nerlinger den Effekt.

Doch wichtig sei, dass das Feuer schnell entdeckt wurde und alle Kinder rasch und wohlbehalten aus dem Schulbau kamen. Lehrerin Eva-Maria Aich: "Wir waren in einer Minute draußen. Dabei haben sich unsere Feueralarmübungen ausbezahlt. Die Kinder haben ganz toll reagiert."

Die Klassen bekamen vorübergehend neue Unterrichtsräume, zum Beispiel im Mehrzweckraum der Bücherei, im Sitzungszimmer des Rathauses und in der alten Schule. Pitt Schurian

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