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Untermeitingen: Nicht immer ist der beste Schüler der beste Azubi

Untermeitingen

Nicht immer ist der beste Schüler der beste Azubi

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    Jürgen Schmid (rechts), Präsident der Handwerkskammer für Schwaben besucht die Lackierei Heß in Untermeitingen. Mit im Bild Lackierermeister Rudolf Heß, Azubis Stefan Alexandru Vidaci und Tamara Heß.
    Jürgen Schmid (rechts), Präsident der Handwerkskammer für Schwaben besucht die Lackierei Heß in Untermeitingen. Mit im Bild Lackierermeister Rudolf Heß, Azubis Stefan Alexandru Vidaci und Tamara Heß. Foto: Uta Baumann

    Das mit dem Schleifen und Polieren der Autotüre klappt bei Stefan Alexandru Vidaci schon ganz gut. Nur mit der Aussprache hapert es noch ein wenig, erzählt der 16-jährige gebürtige Rumäne, der seit vier Jahren in Deutschland lebt. Deshalb waren auch seine Noten in der Mittelschule nicht gerade überragend. Bei Lackierermeister Rudolf Heß aus Untermeitingen bekam Vidaci dennoch seine Chance. Seit Herbst 2011 absolviert er eine Ausbildung zum Lackierer.

    „Bei uns wird nicht der bevorzugt, der die besten Noten hat. Sondern Sympathie und Handwerk müssen passen“, sagt Heß. Er sei selber „keine große Leuchte“ in der Schule gewesen und habe es dennoch zu etwas gebracht. Alleine hatte er angefangen, inzwischen leitet Heß seinen eigenen Betrieb mit insgesamt zwölf Mitarbeitern. 2007 machte er seinen Meister, seit drei Jahren bildet er selbst auch aus. Neben Stefan Vidaci ist das derzeit noch seine Tochter Tamara. Die räumt, neben der Sache mit den guten Noten, gleich mit dem nächsten Vorurteil auf. Die 16-Jährige, die vor ihrer Ausbildung Praktika in verschiedenen Handwerksberufen absolviert hat, sieht die Lackierei nicht als typischen Männerberuf. „Jeder kann alles machen“, lautet ihre kurze und prägnante Meinung zu diesem Thema.

    So sieht das auch Rudolf Heß. Wer was kann und sich in den Job reinhängt, bekommt bei ihm eine Chance. „Man muss sich auf seine Leute verlassen können, da ist es am besten, wenn man sie auch selbst ausbildet.“ Die Übernahme der Lehrlinge ist für Heß da nur eine logische Konsequenz. „Alles andere wäre unklug.“

    Was der Präsident der Handwerkskammer für Schwaben dazu sagt, lesen Sie in der Wochenendausgabe der Schwabmünchner Allgemeine.

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