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23. Mai 2008 19:30 Uhr

Meditationszentrum

Noch ist der Buddha verhüllt

Mit einer feierlichen Zeremonie wird der buddhistische Dhammakaya Orden aus Thailand am morgigen Sonntag, 25. Mai, sein Meditationszentrum Wat Phra Dhammakaya Bavaria eröffnen, das er im ehemaligen Via-Claudia-Tenniscenter im Gewerbegebiet Süd eingerichtet hat.

Zur Eröffnung werden neben dem Abt des Ordens etwa hundert Mönche aus Thailand und anderen Dhammakaya-Tempeln in Europa erwartet, zudem zahlreiche thailändische und deutsche Buddhisten aus Süddeutschland.

Angesagt haben sich auch der Botschafter Thailands in Berlin sowie der thailändische Konsul in Frankfurt und etliche Förderer aus dem Ursprungsland des Ordens. Vertreter des Ordens rechnen mit einigen Hundert Besuchern.

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Die Eröffnung fällt mit dem buddhistischen Vesak-Fest zusammen, bei dem gleichzeitig Geburt, Erleuchtung und Tod des Religionsstifters Siddhartha Gautama, genannt Buddha ("Der Erwachte"), gedacht wird.

Zehn Tage vor dem großen Ereignis wird in der weitläufigen Anlage an vielen Stellen gearbeitet. Bereits einige Dutzend Mönche und freiwillige Helfer sind dazu aus Thailand gekommen, zudem mehrere Container mit Ausbau-Materialien. In vielen Ecken des ehemaligen Tenniscenters wird konzentriert gearbeitet.

Die kleinere der beiden Tennishallen wurde schon vor mehreren Wochen hergerichtet und zum Tempel geweiht. Hier steht auf einem Podest ein meditierender Buddha, der jetzt noch mit einem orangefarbenen Tuch komplett verhüllt ist. Er soll am 25. Mai feierlich enthüllt werden.

Das Meditationszentrum ist in erster Linie auf die religiöse Betreuung von Menschen aus Thailand ausgerichtet. Aber gerade im Bereich der Meditation will der Orden offen für alle Interessierten sein, betont Phra Padet Jongsakulsiri, einer der beiden Verantwortlichen für die Aktivitäten des Ordens in Europa: "Das ist uns ganz wichtig: Jeder kann reinkommen und mit uns meditieren!"

Der 43-Jährige ist nach seinem Studium von BWL und Buchhaltung in Bangkok vor 20 Jahren dem Dhammakaya-Orden beigetreten. Schon mit 18 Jahren hatte er sich dafür interessiert und hatte für zwei Monate als Mönch gelebt. Schon damals haben ihn die große Disziplin im Orden und die klaren Regeln für Mönche und Laien sehr beeindruckt, erzählt er.

2003 kam Padet in das Dhammakaya-Zentrum in Augsburg-Göggingen, von wo er auch die Aktivitäten in Europa mit betreute. Im Herbst letzten Jahres ist dieses Zentrum dann nach Königsbrunn umgezogen.

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