Der Pfarrgemeinderat von St. Felizitas in Bobingen hat sich mit einer öffentlichen Erklärung von seinem bisherigen Stadtpfarrer Albert Mahl verabschiedet. Darin bedauert er die Entwicklung, nach dem Vorwurf des sexuellen Missbrauchs.
Mit einem herzlichen "Vergelt's Gott!" dankt er darin Mahl für seine Arbeit, die er als Bobinger Stadtpfarrer geleistet habe.
Bereits im Sonntagsgottesdienst wurde ein Brief verlesen, in dem Andreas Feiler, Heinz Birkenhauer und Reinhard Mattler für den Pfarrgemeinderat äußerten: "Die Beschuldigungen gegen Pfarrer Albert Mahl haben uns tief betroffen gemacht. Er hat "unangemessene" Berührungen eingeräumt, die die Justiz als sexuelle Straftaten bewertete. Uns steht nicht zu, darüber zu urteilen, zumal uns genaue Informationen fehlen. Wir sind aber traurig darüber, wie sich der Fall entwickelt hat. Trotz vieler Diskussionen, Gespräche, Ratschläge und Gebete konnten wir den Lauf der Dinge nicht beeinflussen. Daher müssen wir den Weggang von Pfarrer Albert Mahl aus unserer Pfarrei akzeptieren."
Die Pfarrgemeinderäte riefen die Gläubigen auf, ebenfalls für ein lebendiges Gemeindeleben beizutragen. Dazu seien viele Gläubige notwendig. Andreas Feiler bittet sie, in der Pfarrei in verschiedenen Gremien und zu verschiedenen Anlässen verstärkt mitzuhelfen, trotz erschwerter Umstände. Gemeinsam und mit Gottes Segen können wir das schaffen."
Pfarrer Albert Mahl hatte 1999 die Leitung der Pfarrei St. Felizitas übernommen. Feiler dankte ihm "für all seine Mühen in einer so großen Pfarrgemeinde."
Weitere Äußerungen der Pfarrei am Mittwoch in der Schwabmünchner Allgemeinen. (pit)
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