BRK bietet dem Kirchhoflädle Zusammenarbeit an. Wer überlebt?
Bobingen Das Rote Kreuz (BRK) hält daran fest, noch im Februar in Bobingen an der Lindauer Straße einen eigenen Laden zur Abgabe von Gebrauchtkleidung an sozial schwache Menschen zu eröffnen. Das ist ein Ergebnis eines klärenden Gesprächs von BRK-Kreisgeschäftsführer Günther Geiger mit dem Vorsitzenden der Sozialstation, Michael Püschel. Wie berichtet, betreibt diese mit dem Kirchhoflädle bereits ein derartiges Geschäft. Seine Organisatorinnen sorgen sich nun wegen der Konkurrenz um den Erhalt ihrer mühevoll aufgebauten Einrichtung.
Das leuchtet Michael Püschel ein. Er will sich nun mit dem ehrenamtlichen Team um Lydia Gerum beraten, sieht jedoch wenig Sinn, das Thema anders als „zukunftsorientiert“ anzugehen. Mit Blick auf die Kontaktaufnahme durch das BRK – ausgelöst durch Recherchen unserer Zeitung – sagte Püschel: „Sicher wäre es sinnvoller gewesen, das in einem früheren Stadium zu besprechen.“ Püschel bestätigt die Schilderung von BRK-Geschäftsführer Geiger, dass dieser Angebote zur Zusammenarbeit unterbreitet habe, etwa bei der Abstimmung von Öffnungszeiten, bei der Ansprache einzelner Zielgruppen oder der Sammlung von Kleidung.
Andererseits sieht auch Püschel die Gefahr, dass damit in einer kleinen Stadt wie Bobingen am Ende einer der beiden Läden im anderen aufgehen wird oder, was noch schlimmer wäre: „Es könnte auch sein, dass sich am Ende keiner der beiden Läden trägt.“
Beide Sozialläden bieten Gebrauchtkleidung für Preise um ein bis zwei Euro pro Stück an und versuchen, sich dabei mit ehrenamtlicher Hilfe wirtschaftlich selbst zu tragen. (pit)
Kontakt zum BRK-Lädle: Axel Schuch, Telefon (0821) 9001-0.
Das Kirchof-Lädle öffnet jeden Mittwoch von 9 bis 12 und 14.30 bis 17.30 Uhr, freitags von 9 bis 12 Uhr.
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