Samstag, 1. Oktober 2016

03. März 2016 10:20 Uhr

Lechfeld

Schützen wollen scharf schießen

Ab September soll die Schießanlage in Untermeitingen nach rund 20 Jahren Bauzeit ihren Betrieb endlich aufnehmen

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Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Das Schützenheim in Untermeitingen, das seit rund 20 Jahren im Bau ist, soll im September den Betrieb voll aufnehmen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung meldete der Architekt den aktuellen Stand der Dinge und zeigte sich optimistisch. Grund zur Freude gab es auch für den Schützenverein, denn er konnte alle angestrebten Zuschüsse der Regierung auf ihrem Konto verbuchen.

Allerdings ist der September eben wieder ein neuer von vielen Terminen, die in den vergangenen Jahren genannt wurden. Der Verein hat zigtausende Stunden an Eigenleistung in das Gebäude gesteckt, doch er hatte auch Pech. Zuschüsse flossen nicht wie erhofft, der zustrom an Schützen und anderen Vereinen blieb aus. Ein Kader- und Verbandsstützpunkt für den Schießsport sollt es werden. Doch diese Rechnung ging noch nicht auf. Die Hoffnung darauf ist jedoch nicht aufgegeben. Zumal das Ende der Wartezeit zu nahen scheint.

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„Ich bin zuversichtlich, dass wir dieses Jahr die Kuh vom Eis bringen“, sagt der Architekt Jakob Stainer. Vor einem Jahr hieß es, der Betrieb in der Anlage solle bereits Ende 2015 aufgenommen werden, doch das Projekt verzögerte sich abermals.

Als Grund verweist Stainer auf Probleme bei den Zuschüssen: „Dort waren einige rechtliche Fragen abzuklären. Ein falsches Vorgehen hätte uns sehr viel Geld gekostet.“ So stand noch offen, ob der Schützenverein weiterhin die selben Baufirmen beschäftigen darf oder ob die einzelnen Posten neu ausgeschrieben werden müssen. Ein vorschnelles Handeln hätte die Zuschüsse aufs Spiel gesetzt. „Letztendlich kam es zum Kompromiss. Bei den großen Gewerken wie Heizung und Lüftung konnten wir unsere Firmen behalten“, sagte der Architekt. Bei den kleineren Posten wie der Elektrik wurden neue Firmen angefragt, was laut Stainer jedoch kein Problem darstelle.

Die Verzögerungen haben sich anscheinend ausgezahlt. 139 000 Euro konnte der Verein als Nachförderung einstreichen. Laut Stainer sei dies in ganz Bayern einmalig, da eine Nachfinanzierung so gut wie nie genehmigt werde: „Entscheidend für diese Ausnahme war das riesige ehrenamtliche Engagement und die Eigenleistung des Schützenvereins beim Bau.“

Einige Gemeinderatsmitglieder äußern ihren Unmut über die erneute Verzögerung. „Ich bin enttäuscht, weil in der ganzen Zeit eigentlich nichts passiert ist. Der Antrag für die Förderung war schließlich schon lange eingeplant“, sagt Peter Daake (Grüne). Dagegen hält Manfred Salz (CDU): „Es war nicht abzusehen, dass die Verhandlungen so lange dauern. Vor einem Jahr stand es Spitz auf Knopf, ob der Bau überhaupt weiter geht. Es gab also schon große Fortschritte.“

Doch auch wenn im September tatsächlich der Betrieb beginnt, sind die Bauarbeiten noch nicht beendet. Vorerst konzentriert sich der Schützenverein auf die Schießanlage, andere Räume werden hinten angestellt. In der Küche und am „Stüberl“ will der Verein erst ab September weiterbauen. „Die Schießanlage hat absoluten Vorrang. Wenn diese fertig ist, können sich auch andere Vereine dort einmieten. Dadurch kommt dann Geld in die Kassen.“ Bisher kann auf der Anlage nur mit Luftgewehren geschossen werden. Nun arbeitet der Verein darauf hin, dass auch das Schießen mit Kleinkaliberwaffen möglich ist.

Viel Geld wird der Schützenverein auch brauchen, um die Betriebskosten der großen Anlage zu stemmen. Der stellvertretende Vorsitzende der Schützengesellschaft Untermeitingen, Franz Lange, zeigt sich in diesem Punkt optimistisch: „Wir habe die Kosten bereits großzügig kalkuliert. Jetzt brauchen wir aber vier bis fünf Vereine, die sich bei uns einmieten.“ Bisher gebe es Anträge von drei Vereinen, und Lange zeigt sich zuversichtlich, dass sich noch weitere Interessenten melden werden.“

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Untermeitingen | CDU

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Ein Artikel von
Christian Gall

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