Sonntag, 24. September 2017

24. Januar 2014 00:33 Uhr

St.Ulrich

Stadt will Kirchplatz mitgestalten

Damit können für die neue Fläche am nördlichen „Eingangstor zum Zentrum“ Gelder der Städtebauförderung fließen. Möglicher Wettbewerb bereitet Stadträten aber Sorgen

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Der Kirchplatz vor St. Ulrich soll als gemeinsames Projekt von Pfarrstiftung und Stadt mit Geldern aus der Städtebauförderung neu gestaltet werden, beschloss jetzt der Königsbrunner Stadtrat. Ab Mitte Januar wurde der Rest des ehemaligen Pfarrheims St. Ulrich in Königsbrunn abgerissen.
Foto: Hermann Schmid

Königsbrunn Die Neugestaltung des Kirchplatzes bei St. Ulrich und des Platzes vor dem Weltladen auf der anderen Straßenseite – vermutlich im Jahr 2015, nachdem der Neubau für soziale Einrichtungen auf dem Platz des früheren Pfarrheims fertig ist – wird ein Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Kirchenstiftung. Dafür gab der Stadtrat am Dienstagabend mit großer Mehrheit seine Zustimmung.

Dieses Vorgehen bringe für alle Beteiligten Vorteile, war die überwiegende Meinung. Nur die Stadt kann Mittel aus der Städtebauförderung beantragen. Wenn das klappt, würden die Kosten für die Neugestaltung – die in der Sitzung ausdrücklich kein Thema waren – in etwa je zur Hälfte von kirchlicher und öffentlicher Seite getragen werden. Dabei würden sich Diözese und Kirchenstiftung St. Ulrich den kirchlichen Posten teilen, die öffentlich finanzierte Hälfte würde zu 60 Prozent von der Stadt und zu 40 Prozent durch Fördermittel gedeckt werden. Im Vorgespräch vor einer Woche habe die Vergabebehörde bereits Zustimmung signalisiert.

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Bürgermeister Ludwig Fröhlich und Sprecher aller Fraktionen sprachen sich nachdrücklich dafür aus, dass sich die Stadt hier engagiert – obwohl der betreffende Grund zu beiden Seiten der Bürgermeister-Wohlfarth-Straße der Kirche gehöre. Fröhlich sah eine „öffentliche Pflicht, hier mitzuwirken“, sprach gar von einer „historischen Chance“ – schließlich werde hier ein Eingangstor zum Zentrum gestaltet.

„Hier können wir den Bürgern demonstrieren, wie sich das Zentrum auch im Süden entwickeln kann“, führte Alexander Leupolz (CSU) an. Die SPD habe die Neubauprojekte bei St. Ulrich von Anfang an begrüßt, so Florian Kubsch. „Die Planung der Kirche hat Hand und Fuß.“

Auch wenn es hier überwiegend um Kirchengrund gehe, sei der Stadtrat verpflichtet, das nicht aus der Hand zu geben, stellte Alwin Jung (Grüne) fest. Das Thema sei in der Fraktion allerdings kontrovers diskutiert worden, ergänzte Ursula Jung postwendend. Ihre Meinung: Der Kirchplatz sei privater Grund, der müsse auch mit privaten Mitteln gestaltet werden. „Bei der Nutzung darf die Stadt ja auch nicht mitreden“, ergänzte Erich Richter (Freie Wähler) und spielte damit erkennbar auf den aktuellen Abriss des Pfarrheims an. Mit Ursula Jung und Richter stimmte auch Günter Sonnenwald (CSU) am Ende gegen die Beteiligung der Stadt.

„Das sind ja auch öffentliche Wege und Plätze“, versuchte Leupolz diese Gegenargumente zu entkräften. Ihn wie auch weitere Stadträte bewegte eine andere Sorge: Wie kann beim von der Regierung von Schwaben gewünschten Gestaltungswettbewerb gesichert werden, dass der Rat die wesentlichen Entscheidungen treffen kann. Beim städtebaulichen Wettbewerb zum Zentrum habe man „nicht nur gute Erfahrungen gemacht“, so Kubsch. Er sorge sich, ob der Rat „am Ende noch Herr des Verfahrens“ sei oder „durch die Automatismen des Wettbewerbrechts entmachtet“ werde.

Die Erfahrungen aus dem Tauziehen mit dem Gewinner des Zentrums-Wettbewerbs sprach Manfred Buhl (FDP) deutlich an: „Wir wollen nicht von Künstlern gezwungen werden“, sagte er, „wir sind so selbstbewusst, dass wir als Königsbrunner selbst wissen, was wir wollen.“

Pfarrer Bernd Weidner, der die Sitzung als Zuhörer verfolgt hatte, ist von einem Gestaltungswettbewerb auch nicht begeistert, erläuterte er später im Gespräch mit unserer Zeitung. Für ihn sprechen die hohen Kosten von 60000 Euro oder mehr dagegen – selbst wenn es auch dafür wieder Zuschüsse gebe. Grundsätzlich freut er sich aber über die Beteiligung der Stadt. Dadurch stehe für die Platzgestaltung ein deutlich größeres Budget zur Verfügung – was sich ganz bestimmt auch im Ergebnis zeigen werde.

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