Eine sechstellige Summe hat der Förderverein Krankenhaus Bobingen in den vergangenen fünf Jahren aufgebracht. Somit wurde ein wertvoller Beitrag zur Versorgung der Patienten geleistet. Der Verein ist ein starker Partner für das Krankenhaus.

Bobingen. Sechsstellig ist jetzt die Summe, die der Förderverein Krankenhaus Bobingen seit seiner Gründung im August 2004 aufgebracht hat. Investitionen in Höhe von mehr als 100 000 Euro wurden bisher aus Vereinsmitteln finanziert. Somit sei ein wertvoller Beitrag zu einer weiterhin ausgezeichneten Versorgung der Patienten und zu einem guten Umfeld für deren Gesundung geleistet worden. Dies sagte Vorsitzender Dr. Fritz Pfleghar bei der Jahreshauptversammlung 2010 den zahlreich erschienenen Mitgliedern.
So wurde der Eingangsbereich des Krankenhauses in Bobingen farblich neu gestaltet. Den Besucher empfängt eine Bildergalerie, die in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Bobingen regelmäßig bestückt wird (wir berichteten). Im Garten des Krankenhauses wurden freundlich gestaltete Bänke aufgestellt und ein Klettergerüst für die kleinen Besucher beschafft. Der Besucher- und Aufenthaltsraum wurde renoviert und mit einer kleinen Bibliothek versehen. Zahlreiche Krankenzimmer wurden mit Flachbildfernsehgeräten und Funkuhren ausgestattet.
Ein mobiler Patientenmonitor für frisch Operierte
Zu den direkt beschafften oder anteilig mitfinanzierten medizinischen Gerätschaften zählen beispielsweise ein Säuglingsinkubator für Frühgeburten und ein mobiler Patientenmonitor zur Überwachung frisch operierter Patienten auf dem Weg vom OP-Tisch zur Intensivstation. Außerdem konnten aus Vereinsmitteln computergesteuerte Kniebewegungs- und Schultermotorschienen, Gehwägen und Spezialstühle für Patienten mit Hüftoperationen sowie ein Wärmeschrank für Infusionen beschafft werden.
In einer Diaschau mit fachkundiger Erläuterung durch Dr. Krebs, Chefarzt für Anästhesie, wurden die Vereinsmitglieder über Aussehen, Einsatz und Wirkungsweise der durch den Verein geförderten Geräte informiert. Pfleghar erinnerte auch an Vorträge zu medizinischen Themen. Der Förderverein wolle zusammen mit kompetenten Rednern auch in Zukunft über gesundheitlich interessante Themen informieren.
Schatzmeisterin Gisela Achberger bezifferte in ihrem Kassenbericht die Summe der Fördermaßnahmen für das Bobinger Krankenhaus aus Vereinsmitteln allein im Jahre 2009 auf über 10 000 Euro.
Gesunder finanzieller Stand der beiden Häuser
Katja Bittner, Vorstand der Wertachkliniken, lobte den inzwischen gesunden finanziellen Stand der beiden Häuser in Bobingen und Schwabmünchen (wir berichteten). Für das Bobinger Krankenhaus kündigte sie die Schaffung einer zentralen Notaufnahme im 1. Obergeschoss an, an der alle Fachabteilungen beteiligt werden.
Die dazu erforderlichen Umbaumaßnahmen könnten zum Teil aus Eigenmitteln finanziert werden. Beide Häuser wurden mit neuesten Endoskopiegeräten ausgestattet.
Operationsteam um vier Honorarärtze erweitert
Das Operationsprogramm sei erweitert worden, so Katja Bittner, zum Beispiel auch im Bereich Schulterendoprothetik. Positiv vermerkte sie, dass das Operationsteam der Chirurgischen Abteilung um vier Honorarärzte erweitert werden konnte. Bittner hofft auf positive Auswirkungen aus dem Einzugsbereich Göggingen/Augsburg. Außerdem hält sie eine gezielte Werbung für die Wertachkliniken für sinnvoll.
Auch Bürgermeister Bernd Müller zeigte sich erfreut über die Entwicklung der Wertachkliniken und lobte, wie Katja Bittner auch, die Aktivität des noch relativ jungen Fördervereins. Seine Befürchtungen um den langfristigen Bestand des Bobinger Krankenhauses seien endgültig zerstreut. (SZ)
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: