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18. März 2010 17:25 Uhr

Graben

Stille Alarmierung als Idee

Das Handy piept, die Sirenen bleiben stumm. Stattdessen werden die Feuerwehrmänner per SMS alarmiert. Und die Bürger werden gerade bei kleineren Einsätzen nicht mehr durch das laute Heulen der Sirenen aufgeschreckt. Eine Idee, über die jetzt in Graben nachgedacht wird. Von Lisa Hartmann

Graben. Ob in Zukunft bei Katzen, die sich in hohe Bäume verirrt haben, oder entflohenen Bienenschwärmen in Graben die Sirenen schrillen werden, ist unsicher. Die Feuerwehr hat vorgeschlagen, für 20 Männer eine SMS-Alarmierung einzurichten. So würden gerade bei kleineren Einsätzen die Einwohner nicht durch das laute Heulen aufgeschreckt. Das Konzept der "stillen Alarmierung" wurde jetzt im Gemeinderat vorgestellt.

Wie der zweite Bürgermeister Ulrich Knoller erläuterte, habe die SMS-Alarmierung den Vorteil, dass Feuerwehrmänner, die nicht im Umkreis der Sirene wohnen, schnell benachrichtigt werden könnten.

Kommandant soll das Gremium umfassend informieren

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Die Kosten liegen bei etwa 2700 Euro, wobei von diesem Geld keine neuen Handys angeschafft werden, sondern jeder der 20 Männer sein eigenes weiterverwendet. Die Kosten fallen für das Funkmodul an, das als Funkempfänger Signale von Augsburg empfangen kann und diese weiterleitet. Mögliche Orte zur Montage wären das Feuerwehr- oder das Rathaus.

Beschlossen hat der Gemeinderat die neue Alarmierung nicht. Denn es sei unklar, ob in den nächsten Jahren nicht ohnehin eine neue Sirene notwendig werde. Man wolle den Feuerwehrkommandanten in den Gemeinderat einladen, um umfassendere Information zu bekommen, bevor man eine Entscheidung fällt, so Bürgermeister Andreas Scharf.

Zudem bat die Feuerwehr um einen Zuschuss, damit einige Mitglieder den Lkw-Führerschein für das neue Feuerwehrfahrzeug machen könnten.

Während für das alte Auto auch der normale Führerschein ausreichend war, fällt das neue mit seinen 11,5 Tonnen aus diesem Rahmen. Momentan gebe es zwar noch genügend Leute, die damit fahren dürften, allerdings müsse man auch an die Jugend denken, die nachkommen werde, so Anton Hagg.

Was den Zuschuss angeht, wäre eine Pauschale von 1000 Euro bei einer Zusage von zehn Jahren aktiver Mitgliedschaft denkbar, wobei für jedes vorzeitige Ausstiegsjahr 100 Euro selbst getragen werden sollen. Der Gemeinderat einigte sich darauf, seine Bereitschaft zur Zahlung zu signalisieren. Das Gremium will aber zunächst genau wissen, wer die Anwärter sind. Lisa Hartmann

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