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11. Oktober 2009 19:30 Uhr

Roy Black Gedenktag

Stille Trauer und Liebesbekundung am Grab

"Ich vermisse Dich sehr", steht golden auf einem roten Band an einem großen Rosenbukette. "Du warst ein besonderer Mensch", verkündet eine andere Gedenkschleife. Rosengestecke in rot und ganz in weiß, in Form von Herzen oder einem Kreuz sind seit dem Wochenende am Grab von Gerhard Höllerich in Straßberg zu sehen. Von Ingeborg Anderson und Pitt Schurian Von Ingeborg Anderson

Bobingen "Ich vermisse Dich sehr", steht golden auf einem roten Band an einem großen Rosenbukette. "Du warst ein besonderer Mensch", verkündet eine andere Gedenkschleife. Rosengestecke in rot und ganz in weiß, in Form von Herzen oder einem Kreuz sind seit dem Wochenende am Grab von Gerhard Höllerich in Straßberg zu sehen.

Blumensträuße sind verteilt und ein Korb, in dem ein Fan laut Aufdruck zwei DVDs dem 18. Todestag von Roy Black gewidmet hat. Wer weiß, was darauf an Gedanken oder Musik gebrannt ist? Als dann wieder Regen die Besucher vertreibt, flackert ein Meer von Grabkerzen.

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Man darf sich das Pilgern treuer Fans nicht als Invasion am Friedhof im Bobinger Stadtteil Straßberg vorstellen. Das ist kein touristischer Radau. Es ist tatsächlich ein stilles Trauern von einzelnen kleinen Gruppen, die da zwischen Freitag und Sonntag nach und nach mit dem Auto vorfahren. Gerade ein Omnibus entlud am Samstag vor dem Friedhof auf einen Schlag eine größere Gästeschar - und die kam erstmals aus Thüringen.

Damit gibt es eine neue Fangemeinschaft in der Riege der rund 200 regelmäßigen Besucher an den Gedenktagen zu Ehren Roy Blacks. Traditionell kommen sie vor allem aus dem Ruhrgebiet, aus der Schweiz, einige auch aus Belgien und Holland. "Für uns wird Roy Black immer die Nummer eins bleiben", sagen zwei ältere Damen. Sie sind aus Bremen angereist, um ihrem Idol näher zu sein.

Auf den Spuren des Idols

Auch Gertrud Münstermann aus Drensteinfurt bei Münster hat Blumen mitgebracht: "Er ist der einzige Sänger, der nach 18 Jahren immer noch aktuell ist", sagt sie. Zwar komme sie nicht jedes Jahr, aber während ihrer Besuche habe sie die Region als reizvolles Urlaubsgebiet entdeckt. Sie erzählt, dass sie auch eine Internetseite zu Ehren ihres Lieblingssängers unterhält.

Eine eigene Internetseite für sich und Roy Black hat eine Frau aus Maastricht eingerichtet. Sie berichtet, dass sie nach einem Herzstillstand im Koma lag und mit der Musik von Roy Black wieder erwachte. Sie ist sicher: Die Schlager von Roy Black haben ihre Gesundung gefördert. "Die Musik ist einfach wunderschön", schwärmt eine junge Schweizerin. Stolz trägt sie ein T-Shirt mit Autogramm. Das Durchschnittsalter der Fans ist jenseits der Fünfzig, Frauen sind weit in der Überzahl. Da fällt ein junger Mann um die Zwanzig natürlich auf. Er kommt aus dem nahen Friedberg und möchte die Atmosphäre schnuppern. Denn er würde auch gerne Schlager singen. Und noch einer fällt auf: Franz Josef Pick aus der Eifel. Er sieht Roy Black verblüffend ähnlich, das bestätigen auch die Jugendfotos, die er parat hat und bereitwillig vorzeigt.

24 treue Anhänger fahren schließlich gemeinsam auf den Spuren ihres Idols nach Augsburg. Günter Ortmann, Bandmitglied der "Canonns", erläutert Lebensstationen des Unvergessenen.

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