Es kommt etwas Bewegung in die Erschließung mit der schnellen Internet-Verbindung DSL. Im Rathaus von Bobingen traf nun überraschend ein Angebot zum Anschluss von Reinhartshausen ein. Und das ist noch dazu bezahlbar.
Der für dieses Thema zuständige Hauptamtsleiter Ludwig Thomas sagte gestern gegenüber unserer Zeitung: "Das ist ein guter Morgen. Er bringt eine gute Nachricht."
Demnach veranschlagt die Telekom die Erschließungskosten für Reinhartshausen mit 259 000 Euro. Ihre Finanzierungslücke beziffert sie aber nur auf 52 000 Euro. Davon gehen 70 Prozent weg durch staatliche Förderung. Damit bliebe der Stadt Bobingen ein Kostenanteil von 15 600 Euro. Das ist ein Betrag, den Stadträte bisher als tragbar bezeichneten.
Der Bauausschuss wird kommenden Dienstag vermutlich das Angebot der Telekom annehmen und eine entsprechende Fördergenehmigung bei der Regierung von Schwaben beantragen. Die habe schnelle Entscheidungen zugesagt, sagt Ludwig. Er hofft, dass Reinhartshausen damit "im nächsten Frühjahr" sozusagen online ist.
Dazu müssen in die Leerrohre von Großaitingen über Hart kommend nur noch weitere Kabel eingezogen werden (wir berichteten).
Noch nichts entschieden sei damit über den Anschluss der übrigen Ortsteile. Doch Ludwig ist hoffnungsvoll: "Es ist Bewegung drin, ich werde weiter Druck machen und denke, dass es weitergehen wird."
Etwas skeptischer sind noch einige Kollegen. Schwabmünchen wartet seit dem Frühjahr, dass die Telekom den Erschließungsvertrag für die Stadtteile erfüllt: "Es liegt nicht an der Regierung und auch bei der Telekom ist es so, dass die Zuständigen gerne was täten, aber gebremst werden", hieß es gestern im Rathaus. Weiße DSL-Flecken gibt es weiterhin auch in den Stauden und auf dem Lechfeld.
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