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19. Oktober 2008 20:20 Uhr

Tipps für den Berufsstart in Hülle und Fülle

Was will ich werden? Wo finde ich einen Ausbildungsplatz für meinen Traumberuf? Nützliche Informationen über interessante und alternative Berufsperspektiven speziell für die Haupt- und Realschüler gab es nun bei der Lechfelder Lehrstellenbörse in der Schwabmünchner Stadthalle. Von Ivanka Williams-Fuhr

Schwabmünchen Was will ich werden? Wo finde ich einen Ausbildungsplatz für meinen Traumberuf? Mit diesen und ähnlichen Fragen werden früher oder später alle Schüler konfrontiert. Nützliche Informationen über interessante und alternative Berufsperspektiven speziell für die Haupt- und Realschüler gab es nun bei der Lechfelder Lehrstellenbörse in der Schwabmünchner Stadthalle. Etwa 35 regionale Ausbildungsbetriebe und Schulen stellten sich da vor und nahmen sich viel Zeit für persönliche Gespräche. Kurzweilige Vorträge mit vielen Tipps beispielsweise zu richtigem Benehmen, der Zusammenstellung der Bewerbungsmappe oder zum Verlauf eines Vorstellungsgesprächs rundeten den Tag ab. Die "abakus Initiative" aus Kleinaitingen, ein gemeinnütziger Verein für Bildung, Familie und Jugend auf dem Lechfeld, hat die Lehrstellenbörse wieder organisiert.

Der Andrang war groß. "Zeitweise gab es in der Stadthalle kaum Durchkommen", so Projektleiterin Susanne Angeli. Bereits am Vormittag kamen rund 1000 Besucher, bis Ende der Veranstaltung um 15 Uhr durften es noch etliche mehr gewesen sein. "Wir sind mehr als zufrieden", sagte Vorsitzender Wolfgang Kundler.

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Schon das Resümee der ersten Lehrstellenbörse in Kleinaitingen sei "sehr positiv" ausgefallen. "Die Schulen haben uns gemeldet, dass dadurch auch mehrere Lehrstellen vermittelt werden konnten", so Kundler. "Die Resonanz auf unsere zweite Veranstaltung motiviert uns natürlich, weiter zu machen."

Nächstes Jahr soll Veranstaltung in Bobingen stattfinden

Die Vorbereitungen für die nächste Lehrstellenbörse laufen bereits. Diese soll nun in der Singoldhalle in Bobingen stattfinden. Kundler hofft, dass sich dafür mehr Betriebe, vor allem Handwerker und Dienstleister begeistern lassen. In Schwabmünchen sei die Suche nach geeigneten Ausbildern "schon ein bisschen zäh gewesen", erzählte er. Dieter Schmidtmann und Manfred Brieger, Berufsberater bei der Agentur für Arbeit, fanden die Veranstaltung "super". Ihr Stand mit Infoschriften sei bereits nach einer Stunde "leer gefegt" gewesen. So eine Veranstaltung sei eine wichtige Unterstützung der Berufsberaterarbeit, da "es hier nicht nur Theorie, sondern auch Berufe zum Anfassen gibt", sagte Schmidtmann.

Stand der Bundeswehr war regelrecht belagert

"Wunderbar" hat die Veranstaltung auch Oberfähnrich Andreas Karg vom Bundeswehrzentrum für Nachwuchsgewinnung gefunden. Sein Stand war regelrecht belagert. 20 000 Arbeitsplätze stellt die Bundeswehr im Jahr zur Verfügung, in 50 verschiedenen Berufen wird ausgebildet, erzählte Karg.

Einige Betriebe stellten gleich ihre eigenen Auszubildenden an den Stand und ließen sie über ihre Erfahrungen berichten. Patrick Poll und Benjamin Hofbaur, Auszubildende im dritten Lehrjahr, informierten beispielsweise über die Karrieremöglichkeiten bei der Schwabmünchner Firma Eberle. "Bis Ende des Monats kann man sich bei uns noch für eine Lehrstelle bewerben", sagten die beiden.

Für die Aldi-Kette standen Kathrin Rache und Katrin Probst am Stand. "Die Jugendlichen hatten viele Fragen", so Kathrin Rache.

Yvonne Stähler aus Bobingen hat sich bei der Lehrstellenbörse vor allem Informationen geholt, sie wollte wissen, "was so alles geboten wird".

"Übersichtlich, informativ, mit sehr guter Beratung", so kommentierten Andreas von Hermanni und seine Eltern die Veranstaltung. "Die Qualität ist hier viel besser als bei einer Großveranstaltung." Eine Lehrstelle hat Andreas - er will Orthopädie-Techniker werden - zwar noch nicht gefunden. "Aber wir haben jetzt einige Kontaktadressen bekommen. Einfach toll", sagt der Schüler der Schwabmünchner Realschule.

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