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26. Februar 2008 20:05 Uhr

Untermeitingen ist auch gegen das Heizkraftwerk

Untermeitingen (mut) - Das geplante Heizkraftwerk in Ettringen beschäftigte nun auch den Untermeitinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.

Die Gemeinde Untermeitingen sowie die Nachbargemeinden im südlichen Landkreis Augsburg sind eigentlich nicht am förmlichen Verfahren beteiligt. Untermeitingen wird trotzdem Äußerungen zum Verfahren, eventuell auch in Anlehnung an den Beschluss des Bau- und Umweltausschusses des Kreistages Augsburg, abgeben. Dieser Beschluss lautet: "Der Bau- und Umweltausschuss des Kreistages Augsburg unterstützt die von den Gemeinden Hiltenfingen und Langerringen abgegebenen Stellungnahmen in dieser Angelegenheit und macht sich die hierin geäußerten Bedenken zu eigen".

Dr. Joachim Herbold und Stefan Bernhardt von der Bürgerinitiative Schwabmünchen/Hiltenfingen, informierten den Gemeinderat ausführlich über das geplante Vorhaben. Die Beurteilung der Bürgerinitiative ergibt ein klares "Nein" zur geplanten Anlage, da diese eine erhöhte Belastung durch Schadstoffe für Bürger und Umwelt bringt und damit den Lebensraum und die Grundstücke entwertet.

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Wünschenswert wäre ein Heizkraftwerk Erdgas mit Kraft-Wärme-Kopplung als umweltfreundliche Lösung, so Herbold und Bernhardt. Natürlich könne eine derartige Anlage nicht so kostengünstig errichtet werden, wie die beantragte Anlage mit Müll- und Klärschlammverbrennung. Den Bestand des Ettringer Werkes sieht die Bürgerinitiative trotzdem nicht gefährdet, da in Deutschland durch den hohen Anteil von Altpapier-Recycling durchaus kostengünstig produziert werden kann.

Es wird eine ablehnende Stellungnahme geben

Von der Gemeindeverwaltung wurden ein Entwurf für einen Einspruch der Gemeinde sowie der Einspruch des Wasserzweckverbandes als Anlage vorgelegt. Gemeinderat Herbert Riess befand den gemeindlichen Einspruch als unzureichend und bat, dass die zahlreichen von der Bürgerinitiative angeführten Mängel mit aufgenommen werden. Auch Gemeinderätin Monika Pavel verlas einen von ihr vorgefertigten Einspruch, welcher als Beschlussvorlage dienen sollte.

Nach eingehender Diskussion wurde auf Vorschlag von Gemeinderat Karl Strass die Debatte abgebrochen und gebeten, dass die Gemeinde eine ablehnende Stellungnahme abgibt. Als Gründe für die Betroffenheit soll der bereits formulierte Einspruch der Gemeinde, zusätzlich der angeführten Punkte der Bürgerinitiative sowie aus dem Einspruch von Pavel mit angeführt werden.

Die Verwaltung wurde beauftragt, den Einspruch zu fertigen und rechtzeitig an das Landratsamt Unterallgäu zu senden. Das Gremium stimmte beiden Anträgen zu.

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