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21. November 2009 06:38 Uhr

Volksbegehren bringt die Nichtraucher in die Rathäuser

Landkreis Augsburg (monik) - Seit Donnerstag läuft in ganz Bayern das Volksbegehren. Die Initiatoren kämpfen "Für echten Nichtraucherschutz". So auch der Titel ihrer Kampagne. Bis zum 2. Dezember können sich Unterstützer in den Gemeinden des Landkreises in Listen eintragen. Bis gestern hatten bereits etliche Menschen im südlichen Landkreis davon Gebrauch gemacht.

Im Ordnungsamt in Königsbrunn jedenfalls hatte man mit einem solchen Ansturm nicht gerechnet, sagt Roland Krätschmer. Knapp 400 Unterschriften lagen am Freitagnachmittag vor. Um das erforderliche Quorum, das zu einem Volksentscheid führt, zu erreichen, müssten zehn Prozent der stimmberechtigten Bayern unterschreiben. In Königsbrunn wären das rund 2000.

Auch das Bobinger Rathaus meldet einen "sehr starken Besucherandrang". 180 Eintragungen bei rund 11000 Wahlberechtigten. Auch in Schwabmünchen waren es in etwa so viele. Hier rechnet man aber erst mit dem großen Andrang. "Erfahrungsgemäß kommen in der zweiten Woche mehr Leute", sagt Wilhelm Haupeltshofer vom Einwohnermeldeamt.

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Die Schwabmünchner können sich nicht nur im Rathaus eintragen. Auch im Krankenhaus liegt eine Liste aus. Wer hier unterschreiben will, muss sich allerdings zuvor einen Eintragungsschein in der Stadtverwaltung besorgt haben. Ein besonderer Service: Die Listen werden auch stundenweise im Seniorenheim ausgelegt.

Auch für die Menschen, die in Verwaltungsgemeinschaften (VG) leben, gibt es neben den Öffnungszeiten der VG bestimmte Eintragungstermine direkt vor Ort. In Oberottmarshausen, Mitglied in der VG Großaitingen, wird Bürgermeister Gerhard Mößner zusätzlich sogar an zwei Sonntagen nach dem Gottesdienst das Rathaus aufsperren, damit sich die Befürworter des Volksbegehrens eintragen können.

In der VG Stauden werden die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden bei ihren Sprechstunden die Listen dabei haben.

Wer an diesen Terminen keine Zeit hat, muss sich ins Auto setzen und direkt zum Sitz der Verwaltungsgemeinschaft fahren. Listen in allen Mitgliedsgemeinden auszulegen, sei organisatorisch nicht möglich, sagt VG-Chef Hermann Schedler aus Großaitingen. Man biete aber auch so mehr Öffnungszeiten an, als es das Gesetz vorschreibt. Darin heißt es: Über die Dienststunden hinaus muss an mindestens einem Wochentag bis 20 Uhr und an einem Wochenendtag für mindestens zwei Stunden die Eintragung ermöglicht werden.

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