Samstag, 3. Dezember 2016

01. März 2016 07:00 Uhr

Bobingen

Vom Betreuungsverein zur Sozialstation

Die Geschichte des Hauses am Kirchplatz in Bobingen reicht bis ins Jahr 1828 zurück. Eng verbunden ist sie mit sozialer Arbeit und der nahen Kirche. Nun rücken Bauarbeiter an Von Anja Fischer

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1828 wurde es als Schulhaus erbaut, ab 1936 beherbergte es die Gemeindeverwaltung und von 1962 bis 1986 die Bobinger Polizeistation. Doch ganz eng verflochten ist es über hundert Jahre hinweg auch mit der sozialen Arbeit.

1906 wurde in Bobingen der „Verein für ambulante Krankenpflege“ gegründet. Vor allem Schwestern des Ordens der Franziskanerinnen, die auch im Bobinger Krankenhaus als Pflegekräfte mitarbeiteten, übernahmen im Verein den Pflegedienst. Ein Name, der vielen älteren Bobingern noch bekannt sein dürfte, ist Schwester Alena, die sich unzählige Jahre aufopferungsvoll um die häusliche Pflege kümmerte. Die Arbeit des Vereins kam aber wegen der Überalterung und dem stufenweisen Abzug der Schwestern zum Erliegen, sodass der Verein zu Beginn der 1970er Jahre von Pfarrer Dr. Konrad Lachenmayr aufgelöst wurde.

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Der Bedarf an ambulanter Kranken- und Altenpflege war in Bobingen aber ungebrochen groß. Deshalb gründete Pfarrer Dr. Lachenmayr eine Sozialstation. Die Gründungsversammlung fand am 25. Juli 1977 im Pfarrsaal Bobingen-Nord mit über 200 Bürgern statt.

Die Anfänge der Sozialstation waren bescheiden: Am 1. Oktober 1977 wurde Schwester Margit als erste hauptamtliche Beschäftigte angestellt, erst später kamen noch eine Halbtagskraft und eine Büroangestellte dazu.

Am Anfang arbeitete nur eine Schwester

Heute hat die Sozialstation Bobingen etwa 40 Beschäftigte, die ein breites Spektrum an Kranken- und Altenpflege, stundenweiser Betreuung oder die Teilnahme an Betreuungsgruppen, Essen auf Rädern, einen Hausnotruf oder Betreutes Wohnen anbieten. Geschäftsführerin Carolyn Kreuzer berichtet: „Vor allem das Betreute Wohnen erfreut sich großer Beliebtheit. Wir bieten es im Klaiberhof, in der Adolph-Kolping-Straße und in der Bäckerstraße an.“ Auch der Hausnotruf werde zunehmend nachgefragt: Knapp 100 Geräte sind hier im Einsatz. Wer im hohen Alter allein zu Hause lebt, hat hiermit die Möglichkeit, schnell Hilfe zu rufen.

Den Hauptanteil der Arbeit nimmt aber die Kranken- und Altenpflege ein. Etwa 130 Patienten und damit eine leicht ansteigende Zahl seit 2015 werden von dem qualifizierten und ständig weitergebildeten Fachpersonal betreut. Grundpflege, Behandlungspflege oder hauswirtschaftliche Versorgungen.

Im Gebäude der Sozialstation am Kirchplatz wird auch gekocht. Das „Essen auf Rädern“ sorgt für rund 65 Mahlzeiten am Tag. Zusätzlich werden ein Kindergarten und ein Hort mit knapp 70 Essen pro Tag beliefert.

Schon immer ist die Sozialstation in direkter Nähe der Bobinger Stadtpfarrkirche St. Felizitas beheimatet. Von der Gründung 1977 bis 1990 an, war sie im Benefiziatenhaus untergebracht, seit 1990 im Gebäude am Kirchplatz. Dieses wurde vor dem Einzug der Sozialstation renoviert und baulich an die neuen Anforderungen angepasst. In den kommenden Monaten wird das Gebäude wieder renoviert und damit der Blick in die Zukunft gefestigt.

Die Sozialstation informiert auf ihrer Internetseite über ihre Leistungen und die Selbstzahlerangebote

www.sozialstation-bobingen.de

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