Zwei Wanderklassen sorgen an der Via-Claudia-Realschule für Unruhe - und machten die Schule jetzt zum Thema im Schulausschuss des Kreistages. Von Martin Deibl
Mehr Fünftklässler als Absolventen
Im Schulausschuss machte die Verwaltung deutlich, dass es im nächsten Schuljahr wohl drei Wanderklassen geben werde, da nur drei "Zehnte" ausscheiden, aber mit vier neuen fünften Klassen zu rechnen sei. Die Forderung nach einem Anbau wollte Schulleiter Joachim de Hesselle aber nicht erheben.
Auch vom Vorschlag, bei Grundschulen oder der benachbarten Hauptschule Nord nach Räumen anzuklopfen, hält er nichts. Sein Wunsch: "Vielleicht bleiben nach dem Umbau des Gymnasiums ein paar Container übrig." Der Zuwachs an Realschülern liege in Königsbrunn gegen den (fallenden) Trend, zumal auch Schüler aus Haunstetten kommen. Man werde bald an die 650 Schüler haben, was einer Zunahme von fünf Prozent in drei Jahren entspreche.
Sozialarbeiter und Polizei waren eingeschaltet
In seiner Anfrage hatte der Königsbrunner Stadt- und Kreisrat Manfred Buhl (FDP) auch nach dem Grund für die Streitereien an der Schule gefragt. Daraufhin sind nach Darstellung der Verwaltung Sozialarbeiter, Jugendbeauftragte und Polizei eingeschaltet worden.
Schulleiter de Hessele wollte die Sache nicht zu hoch hängen, auch nicht den angeblich zunehmenden Vandalismus.
Allerdings sei seiner Meinung nach "ein wenig sorgsamer Umgang mit dem Mobiliar" zu beobachten, sagte er. Das Problem bei den Wanderklassen sei, dass sich die Schüler nicht so für "ihr" Klassenzimmer verantwortlich fühlen.
(Martin Deibl)
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