Dienstag, 20. Februar 2018

14. Februar 2018 05:04 Uhr

Königsbrunn

Werden weitere weiße Flecken zu Baugebieten?

Die Stadt sucht neue Gewerbe- und Wohnflächen. Viele Möglichkeiten gibt es in Königsbrunn nicht mehr. Eventuell könnten die Planer im Südwesten fündig werden.

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Zwischen der Landsberger Straße im Osten und der neuen B17 im Westen gibt es Flächen. Die Stadt Königsbrunn will prüfen, ob sie für Bau- oder Gewerbegebiete geeignet sind.
Foto: Adrian Bauer

Mit Wünschen für neue Baugebiete und Gewerbeflächen in Königsbrunn werden Bürgermeister Franz Feigl und die Stadträte regelmäßig konfrontiert. Doch das Angebot an verfügbaren Flächen ist sehr gering. Aber es rührt sich etwas: Im Osten soll ein neues Baugebiet entstehen, im Südosten wird nachverdichtet, und im Westen schiebt man nun Untersuchungen an. Diskussionen gab es bei der zurückliegenden Stadtratssitzung über die Pläne zur Nachverdichtung im Gebiet des Bebauungsplans 2, rund um den Eichenplatz. Wo derzeit noch Entwicklungsmöglichkeiten ausgelotet werden.

Baugebiet 2

In dem Gebiet mit vielen alten Siedlergrundstücken mit großen Gärten will die Stadt eine behutsame Nachverdichtung zulassen. Werner Lohmann, der Chef des Technischen Bauamts, hat dazu weitere Planungen vorgestellt. Diese sehen neben Möglichkeiten, Grundstück dichter zu bebauen als bisher, auch eine Änderung bei den mehrstöckigen Häusern vor. In dem Entwurf des Bebauungsplans ist auf einem der jetzigen Garagenhöfe ein weiterer Wohnblock vorgesehen. Dagegen hatte die CSU/FDP-Fraktion Einwände.

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„Wenn die Planung so kommt, wie sie jetzt ist, wird dadurch die ohnehin prekäre Parksituation in dem Gebiet noch weiter verschlimmert“, sagte Fraktionschef Alexander Leupolz. Er beantragte, das betroffene Gebiet aus der Neuplanung herauszunehmen und erst zu prüfen, welcher Parkplatzbedarf in dem Gebiet besteht. Werner Lohmann versicherte, dass diese Untersuchung gemacht werde. Florian Kubsch (SPD) verwies darauf, dass eine Bebauungsplanänderung nicht bedeute, dass die Bauten sofort und genau so umgesetzt würden. Man könne den Plan beschließen und habe dann genug Zeit, sich mit dem Parkplatzthema zu befassen.

So sah es auch Bürgermeister Franz Feigl (CSU). Die Prüfung der Parksituation wurde mit aufgenommen und die Änderung des Bebauungsplans beschlossen.

Neue Baugebiete

Östlich der Raber Straße wird ein neues Baugebiet entstehen, das ist bereits beschlossene Sache. Der Stadtrat hat den Aufstellungsbeschluss gefasst, die Planungen laufen ebenso wie die Verhandlungen mit den Grundstücksbesitzern. Dabei geht es auch darum, vernünftige Lösungen beim Tausch zu finden – denn vielen sind angesichts der Zinslage Bauplätze lieber als Geld.

Für diejenigen, die am bisherigen Stadtrand wohnen, bedeutet dies künftig mehr Freiheiten bei der Gestaltung. An den Randlagen gelten strengere Vorschriften, um ein städtebaulich einheitlicheres Bild zu erreichen. So besteht nun beispielsweise die Möglichkeit, andere Farben bei den Dachziegeln zu verwenden. Auch eine stärkere Bebauung der Grundstücke könnte möglich werden. Der Stadtrat hat beschlossen, den bisherigen Bebauungsplan an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Die tatsächlichen Veränderungen dürften sich allerdings in Grenzen halten, merkte Helmut Schuler (Freie Wähler) an: In dem Gebiet stehen viele neue Häuser, sodass nicht allzu schnell mit vielen Veränderungen zu rechnen sei.

Die Stadt hofft zudem auf einen Durchbruch bei der Angerstraße, wo die Planungen für ein neues Wohngebiet seit Langem wegen Grundstücksfragen stocken. Der Bürgermeister berichtete zuletzt von guten Entwicklungen.

Königsbrunn-West

Die letzten großen Flächen im Stadtgebiet, für die noch keine Planungen existieren, liegen zwischen der Landsberger Straße im Osten, der Römerallee im Norden und der B17 im Westen. Hier könnte sich die Stadt allerdings auch Bau- und Gewerbeflächen vorstellen. Der Stadtrat hat jetzt den Auftrag erteilt, eine Rahmenplanung zu erstellen und Voruntersuchungen durchzuführen.

Lückenschlüsse

Immer wieder können Baulücken im Stadtgebiet geschlossen werden. Zuletzt gab der Bauausschuss seine Zustimmung zu einem Vorhaben an der Haunstetter Straße. Etwas nördlich der Kreuzung mit der Augsburger Straße soll ein neues Mehrfamilienhaus entstehen. Dahinter werden auch noch einige Reihenhäuser gebaut. Weitere Stellplätze entstehen an einer neu geschaffenen Durchfahrt zur Töpferstraße.

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Ein Artikel von
Adrian Bauer

Lokalredaktion Schwabmünchen
Ressort: Lokalnachrichten

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