Donnerstag, 17. April 2014

04. Februar 2013 05:29 Uhr

Schwabmünchen

Zukunft für das alte Rathaus

  Die Schwabmünchner sollen bei der Sanierung mitreden Von Ivanka Williams-fuhr

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Das Posthorn und der Doppeladler verweisen auf die bis ins 18. Jahrhundert reichende Geschichte des alten Rathauses von Schwabmünchen. Es war unter anderem als Amtsgebäude und Gasthaus genutzt worden. Ein Nebeneinander an Nutzungen soll es auch künftig geben.

  Ein vorläufiges Konzept für Sanierung und Umbau des Schwabmünchner „alten Rathauses“ gibt es schon. Es basiert auf einer Voruntersuchung des Amts für Denkmalpflege. Doch wie soll die Nutzung aussehen? An originellen Ideen mangelt es nicht. Das ist das Ergebnis eines Diskussionsabends. Die alte Bausubstanz könnte aber noch Überraschungen bringen. Über zwei Millionen Euro sind in den nächsten drei Jahren für das Projekt im Stadtetat vorgesehen.

Nach der Nutzung fragt zunächst Bürgermeister Lorenz Müller: „Die Stadt möchte nicht im luftleeren Raum agieren und will sich mit der Nutzung des Gebäudes an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger orientieren... Die Planung soll nicht an den Menschen vorbei gehen.“ Deshalb hat am Freitagabend im Museum ein Symposium stattgefunden, bei dem die Bürger die Möglichkeit hatten, sich über die Sanierungspläne zu informieren, Nutzungsmöglichkeiten vorzuschlagen und Ideen einzubringen. Auf dem Podium standen neben Bürgermeister Lorenz Müller, auch Stadtbaumeister Stefan Michelfeit, Paul Müller für die Schwabmünchner Werbegemeinschaft sowie Diplom-Ingenieur Matthias Paul aus Großkitzighofen Rede und Antwort. Museums- und Archivleiterin Sabine Sünwoldt hat den Abend moderiert. Das Interesse war groß: Mehr als 50 Schwabmünchner sind gekommen. Wie Bauforscher und Bauhistoriker Matthias Paul erläuterte, ist das denkmalgeschützte Gebäude um das Jahr 1727 erbaut worden, die Fassade ist im 18. Jahrhundert entstanden, „der Keller ist wahrscheinlich noch älter“. Historisch erhalten ist der Dachstuhl, „innen ist aber ganz normaler Altbau, keine heiligen Wände“, so Paul. Das Haus wurde im Laufe der Jahre mehrfach renoviert und auch verändert. Das Fundament sei nicht „so homogen“, sagte Stadtbaumeister Stefan Michelfeit, „hier können wir unter Umständen mit Überraschungen rechnen.“ Zudem gebe es Setzungen im Dachstuhl und auch die Statik müsse überprüft werden. „Bei der Sanierung gehen wir also davon aus, dass wir von nichts ausgehen können“, so Michelfeit.

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„Das alte Rathaus ist nicht nur von historischer Bedeutung. Zusammen mit dem neu gestalteten Stadtgarten und dem Vorplatz soll es zur Aufenthalts- und Lebensqualität von Schwabmünchen maßgeblich beitragen“, sagt Bürgermeister Müller. Das sieht Paul Müller von der Werbegemeinschaft ebenso: „Wir haben hier ein Juwel. Und davon können die Einzelhändler und die Geschäftswelt nur profitieren.“

Die Idee zum Symposium ist bei der Ausstellung „In die Mitte gerückt – das Alte Rathaus in Schwabmünchen“, entstanden, erzählt Sabine Sünwoldt. Die Veranstaltung sei bewusst im Museum abgehalten worden: „Das Museum ist ein Teil des kulturellen Lebens und dazu gehört, ein Forum für Meinungen zu bieten und Diskussionen anzustoßen.“ »Schwabmünchen Seite 2

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