Montag, 25. September 2017

12. September 2017 18:09 Uhr

Rennsport

Das letzte Bergrennen in Mickhausen?

Es gibt gleich eine ganze Reihe von Gründen, die den ASC Bobingen zu der Erkenntnis kommen ließen, eine der größten Motorsport-Veranstaltungen Süddeutschlands nicht mehr durchzuziehen

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Das ist das letzte Werbeplakat für das Bergrennen Mickhausen, das Günter Hetzer präsentiert. Der Cheforganisator steht für weitere Veranstaltungen dieser Art nicht mehr zur Verfügung. Und mit ihm eine ganze Reihe anderer Vereinsmitglieder des ASC Bobingen.
Foto: Reinhold Radloff

 Das dürfte für Bergrennfans eine der schlechtesten Nachrichten der vergangenen Jahre sein: Der ASC Bobingen beschloss, dass das 37. ADAC-Rennen in Mickhausen das letzte sein wird. Was sind die Gründe dafür?

Eine der derzeit bedeutendsten Motorsportveranstaltungen in Süddeutschland steht vor einer ungewissen Zukunft. Der ASC Bobingen sieht sich als Veranstalter des internationalen Bergrennens in Mickhausen nach 17-jähriger intensiver Ehrenamtsarbeit nicht mehr in der Lage, die Großveranstaltung auch im Jahr 2018 und darüber hinaus durchzuführen.

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Organisationsleiter Günter Hetzer sagt, was es damit auf sich hat: „Das Bergrennen beschäftigt uns im Organisationsteam quasi das ganze Jahr. Noch bevor das eine Rennen abgearbeitet ist, beginnen schon die Vorbereitungen für das nächste. Das ist auf ehrenamtlicher Basis und neben einem stressigen Berufsleben einfach nicht mehr leistbar.“

Hetzer betont, dass die Arbeit trotz großer Routine Jahr für Jahr immer noch mehr wird: „Die ständig wachsenden öffentlich und sportlich rechtlichen Aufgaben wachsen uns über den Kopf.“

Das bedingt auch einen immer größeren Wechsel im Orgateam: „Das Mitarbeiterteam, das auch in diesem Jahr rund 500 Köpfe aus den verschiedensten Organisationsbereichen umfasst, ist teilweise nicht mehr gut einarbeitbar. An den weniger werdenden beständigen Vereinsmitgliedern bleibt einfach zu viel Arbeit hängen. Das macht mürbe.“, so Hetzer, der zudem von einem immensen Verantwortungsdruck spricht.

Der Cheforganisator weiß auch, dass es anderen Vereinen, die ein Bergrennen veranstalten, nicht viel besser geht: „Wir besuchen viele Bergrennen und wissen deshalb, dass es dort ähnliche Probleme wie bei uns gibt. „Deshalb kann es schon sein, dass auch noch andere Rennen dieser Serie in den kommenden Jahren sterben“, befürchtet er.

Trotzdem: Der Virus Bergrennen ist so groß, dass das totale Aus in Deutschland wohl nicht bevorsteht. „Auch unser Herz hängt nach wie vor daran. Deshalb will ich nicht sagen, dass es nie wieder ein Bergrennen in Mickhausen und mit unserem Verein geben wird. Vielleicht greift ein anderes, jüngeres Team in ein paar Jahren wieder an“, so Hetzer, der Kopf des Teams, dessen Ankündigung, im kommenden Jahre die aufreibende Arbeit nicht mehr übernehmen zu können, die weitreichende Entscheidung beeinflusst hat.

„Der ASC Bobingen orientiert sich jetzt neu und denkt darüber nach, nach dem Bergrennen wieder einen besonderen Abschluss im Motorsportkalender zu präsentieren. Und zumindest dafür sieht es gut aus“, erklärt Hetzer, ohne genau zu sagen, was er damit meint. Kommt vielleicht wieder ein Automobilslalom oder Ähnliches? Abwarten.

Jetzt stehen erst einmal die Vorarbeiten für den 30. September und den 1. Oktober im Vordergrund. Und Hetzer betont: „Wir werden auch heuer ein tolles Rennen auf die Beine stellen.“

Dafür sieht es bisher wirklich gut aus. Der Aufbau an der Strecke hat bereits am vergangenen Wochenende planmäßig begonnen. Die Anmeldung der Fahrer, heuer erstmals Online, läuft auf vollen Touren. Von den maximal 180 Startplätzen sind schon fast alle belegt.

Alle Rennserien werden wie bisher auch ausgetragen. Bekannte Rennsportgrößen haben, wie in den vergangenen Jahren, schon gemeldet und dem ASC Bobingen zum Abschluss der Saison ihre Treue ausgesprochen.

Viele Entscheidungen in den verschiedenen Meisterschaftskämpfen stehen noch offen. Für Hochspannung ist also auch beim vielleicht letzten Bergrennen von Mickhausen gesorgt.

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Schlagworte

Bobingen | Mickhausen | ADAC | Deutschland

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Ein Artikel von
Reinhold Radloff

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Ressort: Lokalsport Schwabmünchen

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