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06. Februar 2012 12:11 Uhr

Handball, Landesliga

Ein absolut denkwürdiger Handballnachmittag

Schwabmünchen ringt Tabellenführer Unterhaching nach hohem Rückstand beim 32:32 einen Punkt ab

Neun Treffer steuerte Spielmacher Peter Bürgle zum grandios erkämpften Unentschieden gegen Unterhaching bei.
Foto: Radloff

Schwabmünchen Es gibt Spiele, die man sicher nicht so schnell wieder vergisst. Ein solches erlebten 250 restlos begeisterte Handballfans am Sonntagnachmittag beim 32:32-Unentschieden der TSV-Landesligahandballer gegen den TSV Unterhaching.

Der Tabellenführer war mit seinem kompletten und durchgehend überragend besetzten Kader an die Singold gereist und zeigte von Beginn an mit schnellen Ballstafetten und sicheren Abschlüssen seine Klasse. Absetzen konnten sich die Münchner Vorstädter damit allerdings nicht, denn die Hausherren waren ihrerseits hellwach, spielten im Rückraum effektiv und druckvoll und hatten mit Andreas Lerch und Tobias Daschner zwei sichere Schützen.

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Nach gut zehn Minuten (6:6) hatte sich die Schwabmüchner Abwehr besser auf die Spielweise der Hachinger eingestellt und kam mit Ballgewinnen in das an diesem Tag sehr starke Gegenstoßspiel. Beim 11:7 für die Gelb-Blauen zog Gästetrainer Eck die Time-out-Karte, dennoch blieben die Gelb-Blauen bis zum 12:9 vorne.

Dann war auf einmal der Wurm im Schwabmünchner Spiel. Es gab gleich mehrere Zeitstrafen und technische Fehler, und so ließen sich die Hachinger nicht zweimal bitten. Innerhalb kürzester Zeit drehten sie die Partie und beim 14:19-Pausenstand war die Ernüchterung der Schwabmüchner Fans und Spieler förmlich greifbar.

Tolle Moral trotz scheinbar hoffnungslosem Rückstand

Nach dem Seitenwechsel hatten die Hausherren ihre Schockstarre glücklicherweise überwunden und waren wieder auf Augenhöhe. Dennoch konnten sie nicht verhindern, dass der jetzt großartig auftrumpfende Spitzenreiter weiter davonzog. Das 23:31 durch einen Kempatrick in der 47. Minute schien die endgültige Entscheidung zu sein. Was dann folgte, war absolut unglaublich.

Die von ihren Fans auch jetzt noch toll nach vorne getriebenen Schwabmünchner erzielten Treffer um Treffer, während die Hachinger an der 4:2-Abwehr mit zwei starken Spitzen Manuel Reinsch und Christoph Zanker verzweifelten. Fehler an Fehler reihte sich im Hachinger Spiel, während den Gastgebern jetzt alles gelang. Beim 31:31 des überragenden Peter Bürgle kochte die Halle.

Beim 32:31 40 Sekunden vor Schluss explodierte sie förmlich. Mit einem Siebenmeter in Überzahl rettete der Spitzenreiter kurz vor Schluss das Remis. Danach wurden die Gelb-Blauen zu Recht stürmisch von ihren Fans gefeiert.

TSV Schwabmünchen Schneider, Knaack; Daschner (6), Reinsch (5), Thumm (2), Bürgle (9/3), Lieb, Gerlich, Weichel, Lerch (8), Zanker (1), Kreutz (1).

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