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09. Juni 2010 18:10 Uhr

Freude über den ersten deutschen Meistertitel

Kulmbach Besser hätte es für Gabriela Harnischfeger bei den deutschen Meisterschaften im Triathlon am Wochenende in Kulmbach nicht laufen können.

Mit einer persönlichen Bestzeit, erstmals unter fünf Stunden, setzte sich die Bobingerin an die Spitze in ihrer Altersklasse bei der internationalen deutschen Meisterschaft über die Mitteldistanz (2 km Schwimmen, 85 km Rad, 20 km Laufen). Damit holte sich Harnischfeger ihren ersten deutschen Meistertitel und kam überglücklich nach vier Stunden, 46 Minuten und 36 Sekunden im Ziel an. "Das war für mich der härteste Wettkampf bisher, was natürlich auch daran lag, dass besonders viele Topathleten am Start waren und insgesamt zwölf Teilnehmerinnen unter fünf Stunden blieben. Aber es war eine gute Vorbereitung", schwärmte die 46-Jährige anschließend. Die Zweitplatzierte in ihrer Altersklasse lag 40 Minuten hinter ihr.

Dabei konnte die letztjährige Europameisterin auf der Langdistanz besonders auf ihre fahrerischen Qualitäten setzen und hatte von allen Teilnehmerinnen die drittbeste Radzeit. Dies brachte ihr im Gesamtklassement einen hervorragenden siebten Platz, gegen Athletinnen, die zum Teil mehrfach Ironman-Wettbewerbe (4 km Schwimmen, 180 km Rad, 42 km Lauf) erfolgreich absolviert hatten. Vor ihr lagen "nur" Profiathleten der Altersklasse 25 und 30.

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Der Wettbewerb begann um 8.30 Uhr im Trebgaster Badesee bei 18 Grad Wassertemperatur. "Obwohl ich hier schon öfters gestartet bin, war es doch aufregend für mich, da die Veranstalter mich diesmal unter die Top 10 nominiert hatten", sagte die Reitlehrerin für barockes Reiten hinterher. Nach dem Schwimmen ging es für sie als insgesamt 16. auf die kurvenreiche Radstrecke (ca. 850 Höhenmeter), auf der sie einige ihrer Konkurrentinnen einholen konnte. Dabei lagen ab Mittag die Temperaturen bereits bei 28 Grad im Schatten. Harnischfeger ging als 5. auf die Laufstrecke und viele Triathleten begannen den Lauf mit einer kleinen "Dusche". Am Ende stand der Titel auf bundesdeutscher Ebene. Ihre Medaille und den Pokal erhielt sie aus der Hand der Präsidentin des DTU (Deutsche Triathlon Union), Claudia Wisser.

Noch eine Stufe höher will Harnischfeger in naher Zukunft. Derzeit trainiert sie für einen Ironman, den sie erstmals angehen will und der dieses Jahr der Höhepunkt werden soll. Sie verzichtet daher auf Europa- und Weltmeisterschaften.

Übrigens wurde Harnischfeger zusammen mit zwei anderen Triathletinnen als bestes Frauen-Triathlon-Team (Multisportsteam) bei der diesjährigen deutschen Meisterschaft ausgezeichnet. (pö)

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