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06. Februar 2012 14:53 Uhr

2. Bundesliga

1860 München: Querelen für ein Spiel vergessen machen

Beim TSV 1860 München tobt ein erbitterter Machtkampf an der Klubspitze. Gegen Cottbus wollen die Löwen davon sportlich ablenken. Von Willi Dressler

1860-Präsident Dieter Schneider (l) und Investor Hasan kämpfen um die Macht.
Foto: dpa

Eine Winterpause im Sinne von zur Ruhe kommen gibt es beim TSV 1860 München selten. Querelen zwischen dem millionenschweren Investor Hasan Ismaik  und Präsident Dieter Schneider bestimmten diesmal die Schlagzeilen der vergangenen Wochen. Von einem regelrechten Machtkampf beim Zweitligisten ist Medienberichten zufolge die Rede, Ismaik würde den Verein gar erpressen. Nur wenn der Aufsichtsrat den Klubchef abwählt, will der Mulitmillionär weiter Geld fließen lassen. Bleibt Schneider im Amt, droht Ismaik, der bereits 21 Millionen in den Traditionsverein investiert hat, seine Zahlungen einzustellen.

Die Löwen sehnen den Start nach der Winterpause geradezu herbei, musste doch nur Energie Cottbus genauso lang darauf warten. Die Lausitzer sind heute Abend (20.15 Uhr) zu Gast in der Münchner Allianz-Arena, um den 20. Spieltag der zweiten Liga zu beschließen. Und 1860 will dabei endlich wieder sportlich von sich reden machen und die Posse an der Vereinsspitze, die längst nicht mehr nur hinter den Kulissen tobt, zumindest für 90 Minuten vergessen machen. Tore sollen dabei helfen – und sind statistisch gesehen wahrscheinlicher als vermutlich in jeder anderen Zweitliga-Partie. Und das auf beiden Seiten.

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Die Sechziger haben bislang noch nicht 0:0 gespielt

Weder der Tabellensechste 1860 (28), noch die elftplatzierten Cottbusser (30) haben jemals zuvor im Unterhaus so viele Gegentore kassiert bis zum 19. Spieltag wie in dieser Saison. Die Münchner sind obendrein eine von nur drei Mannschaften, die bisher in dieser Spielzeit noch nicht 0:0 gespielt haben. Gegen die Gäste aus Cottbus trafen sie zuletzt ohnehin nach Belieben. Das 5:0 aus dem Hinspiel war der höchste Auswärtssieg der Löwen in ihrer Zweitliga-Historie und gleichzeitig die deftigste Schlappe für die Lausitzer in Liga zwei überhaupt. Das Aufeinandertreffen davor gewannen ebenfalls die Münchner mit 4:0.

Im direkten Vergleich hat Energie mit vier Siegen, zwei Remis und drei Niederlagen aus neun Zweitliga-Partien zwischen den beiden ehemaligen Erstligisten die Nase wiederum knapp vorn. Es könnte durchaus wieder einer dieser „Tage der offenen Tore“ in der Allianz-Arena werden. Egal für wen und wie sie fallen: Für ein paar Stunden wird beim TSV 1860 München der Sport und nicht der Knatsch im Vordergrund stehen. Die Hoffnung, dass ein Heimsieg im ersten Auftritt nach der Winterpause für Ruhe rund um die Klubführung sorgen könnte, ist bei den Löwen aber vermutlich vergebens. Ein positives Signal gibt es dieser Tage jedoch bei den „Blauen“: Trainer Rainer Maurer hat seinen Vertrag kürzlich bis Mitte 2013 verlängert.

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1860 | Fußball | TSV 1860 München


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