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13. Oktober 2009 09:27 Uhr

Münchner Löwen

1860-Trainer Lienen fühlt sich verarscht

Löwen-Trainer Ewald Lienen ist nach dem geplatzten Wechsel des albanischen Nationalspielers Ervin Skela zu 1860 München sauer. Er fühle sich verarscht und sprach sogar von Erpressung.

Ewald Lienen (l.) und Ervin Skela.

München. Ewald Lienen ist sauer. Nachdem am Sonntagabend der Wechsel von Ervin Skela zum TSV 1860 München überraschend geplatzt war, ließ der Trainer der Löwen am Montag seinem Unmut freien Lauf.

"Da fühlst du dich auf Deutsch gesagt schon ein bisschen verarscht", sagte Lienen der Münchner , erklärte aber auch: "Wir lassen uns nicht erpressen."

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Vergangene Woche hatte Skela noch betont, dass 1860 auf der Suche nach einem neuen Verein seine erste Option sei. Am Sonntag sollen der Albaner und sein Manager dann aber plötzlich Druck gemacht und die Münchner zu einer Entscheidung gedrängt haben.

"Skelas Berater hat uns am Sonntag eine SMS geschickt, dass wir uns innerhalb von drei Stunden entscheiden müssten. Ansonsten müsse sich ­Skela für Koblenz entscheiden", erzählte Lienen. Die 1860-Verantwortlichen ließen sich auf dieses Spiel allerdings nicht ein, wollten sich noch Zeit lassen und Skela möglicherweise noch beim Länderspiel gegen Schweden beobachten.

Daraufhin sagte der Kapitän der albanischen Nationalmanschaft bei der TuS Koblenz und deren Trainer Uwe Rapolder zu. "Das Risiko, nachher ohne Verein dazustehen war zu groß", begründete Skelas Berater Oliver Westerbeek die Entscheidung.

In München sorgte der plötzliche Sinneswandel allerdings für Verwunderung: "Das kommt mir alles ein bisschen komisch vor", sagte Lienen am Montag der "Dass Skela jetzt in Koblenz zugesagt hat. Nach Koblenz und zu Uwe Rapolder hätte er doch schon seit drei Monaten gehen können - dort hat er doch auch wochenlang mittrainiert." Unter Rapolder hatte Skela schon bei Arminia Bielefeld und Waldhof Mannheim gespielt.

Für die Löwen geht die Suche nach Verstärkung nun weiter, ob sie auf dem Transfermarkt bis zur Winterpause aber nochzeinmal zuschlagen werden, ist fraglich. Manager Miki Stevic sagte bereits: "Wir werden jetzt nur jemanden holen, von dem wir 100 Prozent überzeugt sind. Ich stehe zu meiner Meinung, dass wir einen guten Kader haben."

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