Blitz und Donner verhinderten gestern die Kanuslalom-Entscheidungen im Shunyi-Kanupark von Peking. Die Augsburger Kanutin Jennifer Bongardt konnte keines ihrer Rennen, die Zweier-Canadier immerhin ihr Halbfinale bestreiten. Dabei erreichten Felix Michel und Sebastian Piersig, die seit 2004 in Augsburg leben, die schnellste Zeit. Aus Peking berichtet Peter Deininger

Aus Peking berichtet Peter Deininger
Blitz und Donner verhinderten gestern die Kanuslalom-Entscheidungen im Shunyi-Kanupark von Peking. Nur die Zweier-Canadier konnten ihr Halbfinale bestreiten.
Dabei erreichten Felix Michel und Sebastian Piersig (Einheit Spremberg), die seit 2004 in Augsburg leben, die schnellste Zeit. Mit 94,38 Sekunden ließen sie sogar die Doppel-Olympiasieger Pavol und Peter Hochschoner aus der Sloakei hinter sich, die zwei Strafsekunden kassierten (94.88). Auf Rang drei folgen die Teschechen Jaroslav Volf und Ondrej Stepanek (95.33). Die anderen Boote haben bereits mehr als vier Sekunden Rückstand. »Das ist viel Holz», meinte Bundestrainer Jügen Köhler und Sebstian Piersig strahlte über das ganze Gesicht. »Das war ein Superlauf - einer wie Alexander Grimm im Kajak-Finale gelungen ist. Jetzt müssen wir Ruhe bewahren.» Denn im Finale starten die Michel/Piersig als Letzte.
Nach dem Halbfinale wurde der Wettbewerb zunächst für zweimal 30 Minuten unterbrochen, weil vom Wetteramt des Pekinger Flughafens die Gefahr des Blitzeinschlags als hoch eingestuft wurde. Um 16.35 Uhr Ortszeit (10.35 Uhr MESZ) entschloss sich die Jury den Wettbewerb ganz abzusagen und auf Freitag zu verschieben. Kajak-Weltmeisterin Jennifer Bongardt aus Augsburg war zur Untätigkeit verurteilt. »Natürlich ist das nicht toll, aber immer noch besser als das Hin und Her mit den Verschiebungen.»
Wegen der Wetterkapriolen muss die Augsburgerin ihren persönlichen Zeitplan ändern. »Eigentlich wollte ich am Freitag nach Hause fliegen, jetzt muss auf Samstag umgebucht werden», erzählt die 25-Jährige.
Auch Jens Kahl, der Sportdirektor des Deutschen Kanuverbandes (DKV) steht vor logistischen Herausforderungen. Denn eigentlich sollten die Slalombetreuer am Freitag Platz für den Stab der Rennsportkanuten machen.
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