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14. Februar 2008 20:41 Uhr

Eishockey

Der Krimi auf dem Eis: Augsburg verliert gegen Ingolstadt

Jede Menge Bodychecks, viele Torchancen, lautstarke Zuschauer - das Derby zwischen den Augsburger Panthern und dem ERC Ingolstadt gefiel nicht nur den Fans sondern auch Bundestrainer Uwe Krupp. Von Peter Deininger

Von Peter Deininger

Augsburg. Jede Menge Bodychecks, viele Torchancen, lautstarke Zuschauer - das Derby zwischen den Augsburger Panthern und dem ERC Ingolstadt gefiel anfangs auch Bundestrainer Uwe Krupp: "So macht Eishockey Spaß."

Aber je länger die Partie dauerte, desto konfuser wurden die Augsburger. Ingolstadt kombinierte schnell, manchmal zu schnell für die Augsburger, und zeigte seine Cleverness im Überzahlspiel. Das reichte für einen 4:2 (1:1, 1:0, 2:1)-Erfolg vor 4337 Zuschauern. Der Saisonrekord (5196), den der lokale Radiosender hitradio.rt1 mit einer Marketingaktion überbieten wollte, blieb unangetastet. Die Panther verloren wichtige Punkte im Kampf um die Vor-Play-Offs.

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Dabei hatte der Abend durchaus vielversprechend begonnen. Die Panther-Fans machten mit 3000 Plakaten Werbung für den Umbau des Curt-Frenzel-Stadions.

Überhaupt ging es zunächst sehr emotional zu. Ingolstadts Trainer Mike Krushelnyski machte so weiter, wie er im letzten Vergleich aufgehört hatte. Wild gestikulierend turnte er hinter seinen Spielern herum, schrie aufs Eis und knallte die Bandentür zu. Erst als Schiedsrichter Daniel Piechaczek (Ottobrunn) deswegen zwei Strafminuten gab, zügelte sich der Kanadier.

Sein Team begann offensivfreudig. Doug Ast luchste in Unterzahl einem Augsburger die Scheibe ab und brachte sein Team in Führung (4.). Drei Minuten später lenkte Mark Murphy im Powerplay einen Flachschuss von Travis Brigley zum Ausgleich ins Tor.

Die Panther hatten jedoch Probleme mit ihrem Überzahlspiel und den kombinationssicheren Gästen, die immer wieder überfallartig in der Augsburger Zone auftauchten. Bundestrainer Krupp gefiel vor allem einer seiner Nationalspieler. "Yannic Seidenberg knüpft an an die Leistung in den Länderspielen." Der flinke Stürmer brachte Ingolstadt in Überzahl in Führung (24.), als er einen Abpraller verwandelte. Seidenberg war mit einem Bandencheck auch der Auslöser von Handgreiflichkeiten in der 30. Minute.

Aber sein Team stand in Unterzahl sicher, lediglich einmal hatte Torhüter Jimmy Waite Glück, als der Puck nach einem Schuss von Harlan Pratt von seinem Körper an die Querlatte prallte.

Augsburg wirkte häufig ungeordnet gegen die flotten Ingolstädter, viele Pässe waren ungenau oder die Angreifer konnten sich nicht gegen die robusten Gästeverteidiger durchsetzen.

Vor allem im Schlussabschnitt stimmte bei den Panthern überhaupt nichts mehr. Ingolstadt hatte leichtes Spiel und erhöhte während einer Strafzeit von Stefan Mann durch Glen Goodall auf 3:1 (52.).

Die Augsburger hatten Pech mit einem Pfostenschuss von Brigley und kamen erst in der Schlussminute zum 2:3 durch Mark Murphy. Torwart Patrick DesRochers ging vom Eis - und seine Kollegen kassierten das 2:4 durch Leeb.

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