Beim Formel 1- Rennen lief für Michael Schumacher wieder alles schief. Zum vierten Mal im sechsten Rennen kam "Schumi" nicht ins Ziel.



Das Pech gewährte Michael Schumacher nur einen Tag Auszeit. Nach einer Serie von Enttäuschungen war der Formel-1-Rekordchampion in der Qualifikation von Monte Carlo plötzlich wieder schneller als alle anderen - zum ersten Mal seit sechs Jahren. Doch schon dieser Coup hatte einen Haken: eine vorher ausgesprochene Strafe verbannte den Mercedes-Star von der Pole Position auf Startplatz sechs. «Man kann sich ausrechnen, wo ich unter normalen Bedingungen gelandet wäre», klagte Schumacher.
Am Renn-Sonntag lief dann wieder alles gegen den 43-Jährigen. Nach einem Rempler von Lotus-Pilot Romain Grosjean rutschte Schumacher auf Platz acht ab, danach kam er nicht an Kimi Räikkönen vorbei. «Ich hatte das Podium anvisiert, das wurde am Start zunichtegemacht», befand der fünfmalige Monaco-Sieger.
Es kam noch schlimmer. In der 65. Runde war wegen eines Problems mit dem Benzindruck Feierabend für Schumacher. «So was habe ich noch nie erlebt», meinte er. Zum vierten Mal im sechsten Rennen kam der Altmeister nicht ins Ziel, nur einmal war er selbst schuld. «Wie viel Pech kann man haben?», fragte Schumacher fast verbittert. Als 18. mit zwei Punkten droht auch in der dritten Comeback-Saison ein Jahr zum Vergessen. Am Ende der Saison läuft Schumachers Vertrag aus.
Fragen an Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug nach dem Formel-1-Rennen in Monaco zur erneuten Enttäuschung für Michael Schumacher:
Wie können Sie Michael Schumacher erklären, dass er und nicht Teamkollege Nico Rosberg derzeit immer Pech mit dem Auto hat?
Haug: «Die Phasen gibt es. Eigentlich soll gar kein Auto kaputt gehen. Wir müssen jetzt erstmal untersuchen, was es genau war. Aber wenn Sie in der Historie zurückgehen, dann gibt es einfach solche Phasen, da läuft es wie am Schnürchen und Phasen, in denen es einfach mal klemmt. Er hat am Samstag mit der Bestzeit in der Qualifikation ein Ausrufezeichen gesetzt. Dazu braucht man ein gutes Auto und einen guten Fahrer. Insgesamt müssen wir daran arbeiten, dass wir die 100-prozentige totale Zuverlässigkeit erreichen.»
Wie sehr nervt Schumacher so etwas?
Haug: «Er ist sicher Fachmann genug zu wissen, dass da keine Absicht oder Schlamperei dahinter steckt. Er weiß, dass die Hauptsache ist, ein Auto zu haben, das gewinnen kann. Dann kommt die Zuverlässigkeit, und dann kommen auch die Ergebnisse. Wir sind nicht stolz darauf, wenn an unserem Auto etwas nicht funktioniert. Aber wenn man pusht, geht man in den Risikobereich.»
Was rechnen Sie sich für Kanada aus?
Haug: «Schwer zu sagen in dieser Formel 1. Es sollte ganz okay sein. Aber es macht uns nicht schneller, wenn ich Vorhersagen mache. Wir wollten die Top drei angreifen. Das ist uns nicht immer gelungen, aber immer wieder. Grundsätzlich gilt: Das, was Nico im Rennen zeigt, das kann auch der Michael.» dpa/AZ
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