Donnerstag, 18. Dezember 2014

18. Juli 2013 00:13 Uhr

Interview

„Der Platz ist fair“

Golfprofi Martin Kaymer über seinen Start bei den British Open

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GolfprofiMartin Kaymer aus Mettmann geht mit neuem Driver und großen Ambitionen in das dritte Major des Jahres. „Ich habe bisher ein Major gewonnen und würde gern die British Open hinzufügen“, sagte Kaymer vor seinem Start am heutigen Donnerstag in die 142. Open Championship im schottischen Muirfield.

Kurz vor Turnierstart schrauben Servicekräfte Ihres Ausrüsters auf der Drivingrange noch am Schläger herum. Ist das normal?

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Kaymer: TaylorMade hat gerade einen neuen Driver herausgebracht, den teste ich hier. Er gefällt mir gut, weil der Ball einen flachen Flug hat und lange ausrollt. Das ist genau das Richtige auf den harten Bahnen, den werde ich spielen.

Ist das Risiko nicht zu groß, mit einem neuen Driver in die Open zu gehen?

Kaymer: Nein, die modernen Schläger ähneln sich. Der Unterschied ist nicht sehr groß und ich komme bestens damit klar.

Wie ambitioniert gehen Sie in das Traditionsturnier?

Kaymer: Ich habe bisher ein Major gewonnen und würde gern die British Open hinzufügen. Ich bin mental sehr gut vorbereitet.

Sind Sie in guter Form?

Kaymer: Ich war vor zwei Wochen beim Turnier in Frankreich krank, Magen-Darm. Da habe ich schlecht gespielt, aber es soll keine Ausrede sein. Danach habe ich mich zu Hause gut erholt, viel trainiert und mit meinem Vater Gartenarbeit gemacht. Das war schön.

Die Open werden wegen des guten Wetters vermutlich ganz anders zu spielen sein als normalerweise. Wie stellt man sich darauf ein?

Kaymer: Ich bin schon am Samstag angereist und habe bei meinen drei Proberunden den Wind jeweils aus einer anderen Richtung gehabt. Die letzten beiden Tage vor Beginn feile ich nur noch an den Schlägen. Dazu laufe ich am Meer, das ist fast wie Therapie am Strand. Es wird sehr interessant werden, ganz andere Open, dazu das beste Publikum der Welt. Ich habe ein Eisen zwei im Bag, um eine Alternative für die Par-4-Löcher zu haben.

Was ist das Besondere an diesem Dünen-Platz?

Kaymer: Der Wind. Er beeinflusst sogar das Putten. Und die Bunker sind so tief, ich glaube, man soll gar nicht mit einem Schlag herauskommen können. Aber der Platz ist fair, man kann bis auf die sechste Bahn alle Fahnen sehen.

Sie haben vor dem Turnier in München bei einer Pressekonferenz sehr offene Worte gewählt und erzählt, wie schwer und einsam der Weg an die Weltspitze ist. Wie war die Resonanz?

Kaymer: Sehr gut. Ich habe gesagt, was ich denke und fühle. Schwächen gehören auch dazu. Es war authentisch. Ich habe erzählt, was mir auf dem Herzen lag und dass es auch im Profileben die eine oder andere schwierige Phase geben kann.

Vor den Open gab es viel Kritik an der Wahl des Golfclubs in Muirfield, weil keine weiblichen Mitglieder zugelassen sind. Wie stehen Sie dazu?

Kaymer: Wirklich? Das wusste ich gar nicht. Ich finde es lächerlich. Wenn manche Männer das brauchen. Ich finde es unnötig. Britta Körber, dpa

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