Es war zwar keine Sensation, aber doch eine handfeste Überraschung: Die zweite Mannschaft des FC Augsburg spielt in diesem Winter im Hallenfußball die erste Geige und gewann am Samstag in der Augsburger Sporthalle den Titel des schwäbischen Hallenmeisters. Von Herbert Schmoll Von Herbert Schmoll



Von Herbert Schmoll
Augsburg. Es war zwar keine Sensation, aber doch eine handfeste Überraschung: Die zweite Mannschaft des FC Augsburg spielt in diesem Winter im Hallenfußball die erste Geige und gewann am Samstag in der Augsburger Sporthalle den Titel des schwäbischen Hallenmeisters.
Jubel bei den FCA-Fohlen, Tristesse dagegen beim FC Memmingen. Denn für die Allgäuer war erneut im Finale Endstation. Dort unterlagen sie dem FC Augsburg mit 2:5. Der FCA vertritt damit den Bezirk bei der bayerischen Meisterschaft am 26. Januar in Ebersdorf (Oberfranken).
1700 Besucher kamen in die Halle am Rosenauberg, der Hallenfußball hat zwischen Sonthofen und Nördlingen kaum etwas von seiner Anziehungskraft verloren. Obwohl der große spielerische Glanz vergangener Tage fehlte, kamen die Fans nach einem zähen Turnierbeginn insgesamt doch auf ihre Kosten. Dafür sorgten in erster Linie die jungen Augsburger. Die Schützlinge von Trainer Thomas Tuchel steigerten sich während des Turniers kontinuierlich, fanden über Kampf zu einer mehr als ordentlichen spielerischen Leistung und setzten sich letztlich verdient durch.
Drei herausragende FCA-Akteure
Drei Akteure drückten dem Spiel des FC Augsburg ihren Stempel auf. Bayram Nebihi, der exzellente Techniker, Sam des Meester, der zielsichere Schütze und Mario Schmidt, der fleißige Kämpfer. Dabei wären die FCA-Talente schon im Viertelfinale um ein Haar an sich selber gescheitert. 4:1 führten sie gegen den TSV Wertingen, doch der Bezirksligist um seinen überragenden Spielertrainer Oliver Remmert glich aus und hätte die Partie durchaus für sich entscheiden können. Doch in der Verlängerung war der FCA der Glücklichere und übersprang diese Hürde schließlich noch mit einem 5:4-Sieg.
Ein Erfolg, der dem FC Augsburg auch das nötige Selbstvertrauen gab. Denn gegen Titelverteidiger TSG Thannhausen liefen die Kombinationen wie am Schnürchen, der Titelverteidiger aus Westschwaben musste mit einer 2:7-Schlappe die Heimreise antreten. "Wir hatten etliche Stammspieler nicht dabei, der Klassenerhalt in der Bayernliga ist für uns wichtiger", entschuldigte TSG-Coach Oliver Schmid, der selbst gar nicht an der Bande stand.
Ebenfalls nicht in Bestbesetzung war der FC Memmingen nach Augsburg gekommen. Trotzdem, nach einem 4:3-Auftakterfolg gegen den Debütanten FC Schrobenhausen und einem glücklichen 4:3-Halbfinalerfolg gegen den TSV Nördlingen (der Siegtreffer durch Elsner fiel in letzter Sekunde) zog der Bayernligist wie schon im Vorjahr wieder ins Finale ein. Und hielt dort zumindest eine Spielhälfte sehr ordentlich mit.
Doch zum ersten Hallentitel in der Vereinsgeschichte reichte es wieder nicht. Augsburg setzte sich letztlich sicher mit 5:2 durch. "Der FCA war individuell besser besetzt, das hat letztlich den Ausschlag gegeben, konstatierte ein enttäuschter FCM-Coach Christian Maier, während sein Augsburger Kollege Tuchel seine Spieler lobte: "Es war beeindruckend, wie wir uns in das Turnier gearbeitet haben."
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