Im Finale der Champions League trifft der FC Bayern auf den FC Chelsea. Gespielt wird in München. Unfair findet das ein englischer Trainer.

Gerade einmal 7000 Tickets für das Finale der Champions League waren in den freien Verkauf gekommen. Weit über 300.000 Interessenten gab es. Die restlichen Karten werden an die Fans der Finalgegner FC Bayern und FC Chelsea (je 17 500) vergeben. Wer nicht Mitglied des FC Bayern ist, hat keine Chance. 20 000 Tickets verteilt die UEFA als Ausrichter des Spiels an Sponsoren, Organisationskomitees und ihre über 50 Mitgliedsverbände.
Fraglich ist deshalb, ob es überhaupt einen Heimvorteil für die Bayern im eigenen Stadion gibt, wenn der Großteil der Zuschauer gar nicht aus Bayern kommt.
Geht es nach dem Trainer des FC Liverpool, sehr wohl. Kenny Dalglish sagte, dass es "total unfair" sei, das Finale in München auszutragen. "Es ist ein riesiger Vorteil für Bayern München", wird Dalglish in der Sport Bild zitiert. Die UEFA habe die eigenen Grundsätze des Fairplays verletzt. Dalglish schlägt vor, keine Stadien mehr als Finalort auszuwählen, deren Mannschaften an dem Wettbewerb teilnehmen.
Interessant ist diese Forderung vor dem Hintergrund, dass Dalglish sehr genau weiß, wovon er spricht: 1984 verlor der AS Rom das Endspiel um den Landesmeister-Cup in der heimischen Arena gegen den FC Liverpool (3:5 nach Elfmeterschießen). In Diensten des FC Liverpool stand damals auch Kenny Dalglish. (ako)
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