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Manfred Amerell zieht vor Gericht. Ob der Fall strafrechtliche Folgen haben wird, ist allerdings offen. Der DFB will Unterlagen nach Augsburg weitergeben. Bei der Staatsanwaltschaft ist aber noch nichts angekommen.

Manfred Amerell zieht vor Gericht. Der ehemalige Schiedsrichter-Funktionär des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) kündigte an, die eidesstattlichen Versicherungen von vier Schiedsrichtern juristisch prüfen zu lassen, um darauf mit Klagen zu reagieren.
Die Männer werfen dem Augsburger sexuelle Belästigung vor. Amerell wies die Beschuldigungen in der TV-Sendung "Kerner" zurück. Er räumte ein, mit einem der Schiedsrichter, Michael Kempter, eine Liebesbeziehung geführt zu haben.
Ob der Fall strafrechtliche Folgen haben wird, ist offen. Am Freitag hieß es, der DFB werde die Akten an die Staatsanwaltschaft Augsburg weitergeben. Die Unterlagen waren aber bis zum Abend nicht bei der Behörde angekommen, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz unserer Zeitung.
Der Fall könnte auch in sportlicher Hinsicht brisant werden. Schiedsrichter Kempter soll vor einem Champions-League-Spiel von Bayern München gegen AC Mailand an Amerell geschrieben haben: "Hoffentlich fliegt der FC Bayern gleich raus, dann können wir anstoßen." (hogs, AZ)
Warum der DFB-Präsident Theo Zwanziger in Folge des "Fall Amerell" um seinen Ruf kämpfen muss, lesen Sie auf Dritten Seite in der Samstagsausgabe unserer Zeitung.








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