Die Boxer lassen die Fäuste fliegen. Sechs Boxer schlagen sich um den Titel des Superchamps im Supermittelgewicht. Mittendrin: Arthur Abraham. Sie kämpfen aber nicht nur um den Titel.

Augsburg (AZ) - Die Bosse schwärmen schon vor dem ersten Schlag: "So ein Turnier hat die Welt noch nicht gesehen", sagt Promoter Wilfried Sauerland. Sechs Boxer aus den USA und Europa kämpfen ab Oktober und bis 2011 in einem Turnier um einen Super-Titel. Die Prügel-Serie hat jedoch auch ganz handfeste wirtschaftliche Gründe. Die Szene kämpft um neue TV-Verträge und gegen drohende Einnahmeverluste.
Jenseits der Könige Vitali und Wladimir Klitschko ist die Boxwelt eher von Langeweile und einer gewissen Übersättigung geprägt. Das Spektakel soll ein neues Glanzlicht setzen. Der amerikanische Pay-TV-Gigant Showtime nimmt 50 Millionen Dollar in die Hand und schickt sechs Boxer in ein Turnier um den Titel des Superchamps der World Boxing Association (WBA) und des World Boxing Council (WBC): Arthur Abraham, Mikkel Kessler und Carl Froch aus Europa - Jermain Taylor, Andre Ward und Andre Dirrell aus den USA.
Der Berliner Abraham kündigt bereits Großtaten an, obwohl er noch nie in seiner neuen Gewichsklasse geboxt hat: "Ich will der neue Superchamp werden", sagt der bsiherige IBF-Weltmeister, der wegen Gewichstproblemen ins Supermittelgewicht aufgestiegen ist.
Das Box-Turnier beginnt im Oktober. Abraham boxt in Deutschland gegen den früheren Dreifach-Weltmeister Taylor. Der Däne Kessler startet gegen Ward (Olympiasieger 2004). Und Froch trifft auf Dirrell.
Der Weg zum Titel ist weit. Erst boxt jeder Europäer gegen jeden Amerikaner. Für ein K.o. gibt es drei Punkte, für einen Punktsieg zwei und für ein Remis einen Zähler. Die beiden Letzten in der Rangliste scheiden danach aus. Die vier besten Boxer kämpfen im Halbfinale umd den Einzugs ins Finale, das im Mai oder Juni 2011 geplant ist.
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: