Mittwoch, 13. Dezember 2017

06:57 Uhr

Fifa Fußball-WM 2018

Fußball-WM 2018: Spielplan, Tickets und Teams

Die Fußball-WM 2018 findet im Sommer in Russland statt. Wie lautet der Spielplan? Wo gibt es Tickets? Und welche Sender übertragen die WM im TV? Alle Infos hier im News-Blog.

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Bundestrainer Joachim Löw will bei der WM 2018 den Titel verteidigen.
Foto: Jan Woitas (dpa)

Es ist der Termin für die Fußball-Fans im kommenden Jahr: Vom 14. Juni bis bis zum 15. Juli findet in Russland die Fußball-Weltmeisterschaft statt. Bei der 21. Auflage des Turniers will Deutschland mit Bundestrainer Jogi Löw den Titel verteidigen, den die Mannschaft im Jahr 2014 in Brasilien gewonnen hatte.

Löw hat bereits betont, welch großen Respekt er vor dem Turnier hat: "Es wird eine unglaublich schwierige WM", erklärte er. "Wir müssen einen starken Kader haben." Der Bundestrainer beobachtet seine Kandidaten schon jetzt genau. "Ich erwarte, dass sie sich intensiv vorbereiten im täglichen Ablauf, in der Professionalität. Nur wenn ich jetzt beginne, habe ich eine Chance."

Alle Informationen zur WM 2018 im Überblick:

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32 Teams: Welche Länder haben sich für die Fußball-WM 2018 qualifiziert?

32 Mannschaften nehmen teil - das einzige Nationalteam, das bereits vorab qualifiziert war, war Russland als Gastgeber. Im Gegensatz zu früheren Turnieren musste auch der Weltmeister über die reguläre Qualifikation einen Startplatz sichern. Das gelang Deutschland mit zehn Siegen in zehn Spielen aber bekanntermaßen. Die letzten Starterplätze werden in den Play-off-Runden vergeben, die zwischen Donnerstag, 9. November, und Donnerstag, 16. November, stattfinden. In anderen Kontinentalverbänden wie etwa in Afrika steht der letzte Qualifikationsspieltag sogar noch aus. Die bereits qualifizierten Teams lauten:

Für Europa (14 Starterplätze)

Russland (Gastgeber), Deutschland (Titelverteidiger), England, Spanien, Belgien, Polen, Serbien, Island, Frankreich, Portugal, Schweiz, Kroatien, Schweden, Dänemark

Südamerika (4 feste Plätze/1 Play-off-Platz)

Brasilien, Uruguay, Argentinien, Kolumbien, Peru

Afrika (5 Starterplätze)

Ägypten, Nigeria, Tunesien, Senegal, Marokko

Asien (4 feste Plätze)

Iran, Japan, Südkorea, Saudi-Arabien

Ozeanien (1 Play-off-Platz)

Australien

Nord-, Mittelamerika; Karibik (3 feste Plätze)

Mexiko, Costa Rica, Panama

 

Das war der Spielplan der Play-off-Runde:

Nordirland - Schweiz (Hinspiel 0:1, Rückspiel 0:0 - damit Schweiz qualifiziert)

Kroatien - Griechenland (Hinspiel 4:1, Rückspiel 0:0 - damit Kroatien qualifiziert)

Schweden - Italien (Hinspiel 1:0, Rückspiel 0:0 - damit Schweden qualifiziert)

Dänemark - Irland (Hinspiel 0:0, Rückspiel 1:5 - damit Dänemark qualifiziert)

Honduras - Australien (Hinspiel 0:0, Rückspiel 1:3 - damit Australien qualifiziert)

Neuseeland - Peru (Hinspiel 0:0, Rückspiel 0:2 - damit Peru qualifiziert)

 

Spielplan für die Fußball-WM 2018: Die Gruppen

Gruppe A

Russland, Saudi-Arabien, Ägypten, Uruguay

Gruppe B

Portugal, Spanien, Marokko, Iran

Gruppe C

Frankreich, Australien, Peru, Dänemark

Gruppe D

Argentinien, Island, Kroatien, Nigeria

Gruppe E

Brasilien, Schweiz, Costa Rica, Serbien

Gruppe F

Deutschland, Mexiko, Schweden, Südkorea

Gruppe G

Belgien, Panama, Tunesien, England

Gruppe H

Polen, Senegal, Kolumbien, Japan

Hier gibt es den Spielplan zum Herunterladen und Ausdrucken

 

Wie bekommt man Tickets für die WM 2018?

Wer Karten für die WM haben möchte, sollte sich die Termine für die Verkaufsphasen in seinen Kalender notieren. In insgesamt drei Zeitfenstern werden die Karten für die 64 Spiele über den virtuellen Ladentisch gehen. Der Verkauf erfolgt über die eigens dafür geschaltete Seite des Weltverbands Fifa.

  • Verkaufsphase 1: Vom 14. September bis 12. Oktober konnten Fans ihre Anträge bei der Fifa einrechen. Dabei gilt das Prinzip Verlosung. Das bedeutet: Alle Gesuche haben dieselbe Chance auf Tickets, unabhängig vom Zeitpunkt. Bis 16. November sollen alle "Kartengewinner" benachrichtigt werden.
     
  • Verkaufsphase 2: Vom 5. Dezember bis 31. Januar ist es wieder möglich, sich um Karten zu bewerben.

     

    Doch nur wer Mitglied im "Fan Club Nationalmannschaft" ist, kann sich ab Dienstag für Eintrittskarten der deutschen WM-Spiele bewerben. Allerdings kann man diesmal auch Mitglied nur für die Dauer des Turniers werden. Das Bundeskartellamt gab dazu bereits sein Okay.

    Um an Eintrittskarten für die deutschen Vorrunden-Spiele zu kommen, müssen Fans von Dienstag an bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 31. Januar die Internetseite "FIFA.com/tickets" des Fußball-Weltverbandes anklicken. Dort kann man sich der großen Anfrage wegen zunächst nur um Tickets bewerben und sie nicht verbindlich bestellen. Umgerechnet kosten die Eintrittskarten für WM-Spiele zwischen 89 und 932 Euro.

    Bei jeder WM-Partie geht nur ein begrenzter Anteil der Tickets überhaupt in den freien Verkauf. Und von diesem Anteil stehen den deutschen Anhängern auch nur acht Prozent pro deutschem Vorrunden-Spiel zu. Sein Ticketkontingent will der DFB nach dem folgenden Schlüssel verteilen: 40 Prozent richten sich danach, wie weit oben jemand im Bonussystem des "Fan Clubs Nationalmannschaft" steht. 30 Prozent gehen an die Reisegruppen der Fan-Club-Betreuer, der Fan-Beauftragten der Vereine sowie der Fanprojekte. Die verbleibenden 30 Prozent der Karten werden im Losverfahren vergeben.

    Jeder, der ein WM-Ticket erhält, muss anschließend auf Anordnung der russischen Behörden auch noch eine sogenannte Fan-ID beantragen. Das ist das "offizielle Identitätsdokument, das zur Weltmeisterschaft speziell für Fans ausgegeben wird", heißt es in einer Mitteilung des DFB. Dieses Dokument ist kostenlos und muss nach der Bestätigung eines Ticketkaufs ebenfalls über die FIFA beantragt werden.

    "Das Verfahren für die Ticketvergabe aus dem DFB-Kontingent wurde eng mit dem Bundeskartellamt abgestimmt", betonte der DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius am Freitag. Denn noch vor zwei Jahren warfen die Wettbewerbshüter dem Verband den "Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung" vor, weil er den Erwerb von EM-Karten an die Mitgliedschaft in seinem Fan Club koppelte.

    Das entsprechende Verwaltungsverfahren gegen den DFB stellte das Kartellamt nun ein. Die Möglichkeit, dem Fan Club nur für die Dauer der WM beitreten zu können, stellte die Behörde zufrieden.

    "Für die Fans, die lediglich WM-Tickets erwerben wollen, stellt die Mitgliedschaft eine zusätzliche Kostenbelastung dar. Auf der anderen Seite hat der DFB uns gegenüber deutlich gemacht, dass die vorgeschriebene Mitgliedschaft ganz wesentlich zur Erhöhung der Sicherheit im Stadion beitragen kann. Diese Argumente haben wir sehr ernst genommen", sagte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt. Diese Turniermitgliedschaft sei "ein guter Kompromiss".

  • Verkaufsphase 3: Vom 13. März bis 3. April findet der nächste Verkaufszeitraum statt. Wichtig: Hier wird nach dem Prinzip "first come, first serve" verkauft. Das bedeutet: Wer Karten will, muss schnell sein, die Reihenfolge des Antragseingangs ist entscheidend.

Wo ist die Fußball-WM 2018 im TV zu sehen?

Wie bei den bisherigen Turnieren werden ARD und ZDF alle Spiele übertragen - sowohl im Free-TV als auch im Live-Stream. Die Qualifikation war jedoch beim privaten Sender RTL zu sehen gewesen. Dessen Spartensender RTL Nitro übertrug zwei Partien als aus der Play-off-Reihe: Das Spiel Kroatien gegen Griechenland (4:1) und Italien gegen Schweden (0:0).

Welche Stars sind nicht dabei?

Zunächst einmal werden wohl auch einige deutsche Starspieler auf die Teilnahme verzichten müssen. Schließlich hat Bundestrainer Jogi Löw schon einige Härtefälle angekündigt. Einige Spieler, die beim Gewinn des Confed-Cups dabei waren, bei dem der DFB mit einer B-Elf angetreten war, machen sich ebenfalls Hoffnungen auf die Teilnahme. Andere Spieler haben schlichtweg das Pech, dass sich ihre Nationen nicht für die WM qualifiziert haben. Das Turnier vom Sofa aus verfolgen können deswegen etwa Arturo Vidal (Chile/FC Bayern), Gianluigi Buffon (Italien), Gareth Bale (Wales/Real Madrid), Arjen Robben (Niederlande/FC Bayern), Petr Cech (Tschechien/Arsenal London), David Alaba (Österreich(FC Bayern), Edin Dzeko (Bosnien/AS Rom) und Hakan Calhanoglu (Türkei/AC Mailand).

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Ein Artikel von
Florian Eisele

Augsburger Allgemeine
Ressort: Sport