Donnerstag, 18. Januar 2018

06. Juni 2017 00:04 Uhr

Kanuslalom-EM

Gemeinsam sind sie stark

Augsburger Tasiadis holt Team-Gold und scheitert im Einzel. Silber für Ohmayer

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Dank Augsburger Beteiligung haben zwei Canadier-Teams bei der Kanuslalom-Europameisterschaft in Tacen (Slowenien) Gold und Silber für den Deutschen Kanu-Verband (DKV) gesichert. Gleich am ersten Finaltag fuhr das deutsche Männer-Trio mit Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg) und den beiden Leipzigern Nico Bettge und Franz Anton zum Titel und sorgte bei den Anhängern für großen Jubel.

„Uns freut es, dass wir nach elf Jahren endlich wieder einmal EM-Gold in der C1-Mannschaft gewonnen haben. Das Gewinnen macht in der Mannschaft besonders Spaß, weil das Zusammenspiel stimmen muss – und wir sind einfach ein gutes Team“, sagte Tasiadis nach dem Titelgewinn.

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Im Einzel lief es dann allerdings nicht mehr so gut für den Olympiafünften von Rio. Im Halbfinale war er zwar schnell unterwegs, handelte sich allerdings zwei Torstabberührungen ein und schied als Zwölfter frühzeitig aus. Ebenso wie Vereinskollege Alexander Grimm im Kajak-Einer, für den als 19. ebenfalls im Halbfinale Schluss war.

Die zweite Team-Medaille ging ebenfalls dank Augsburger Beteiligung an den DKV. Schwaben-Kanutin Birgit Ohmayer holte im Canadier-Einer der Frauen gemeinsam mit den Leipzigerinnen Andrea Herzog und Lena Stöcklin Silber hinter den favorisierten Britinnen.

Nach den Teammedaillen war es mit der Edelmetall-Ausbeute für die deutsche Abordnung allerdings vorbei. Winzige 0,06 Sekunden fehlten Sebastian Schubert (Hamm) zum Gewinn der Bronzemedaille im Rennen der Männer im Kajak, Einer. Lena Stöcklin belegte im Canadier-Einer Platz sieben. Der deutsche Canadier-Zweier mit Franz Anton und Jan Benzien wurde Fünfter. In den letzten Einzel-Finals kam für das deutsche Team zumindest noch ein fünfter Platz durch Jasmin Schornberg (KR Hamm) im Kajak-Einer der Frauen hinzu. Allerdings ärgerte sich die in Augsburg wohnende Paddlerin gleich hinter der Ziellinie über den Finallauf. „Ich habe am letzten Aufwärtstor viel Zeit verloren, weil ich dort abgerutscht bin. Und die Walze ganz zum Schluss hatte ich vorher immer gut getroffen, nur im Finale bin ich dort hängen geblieben. Es ist megacool, ins Finale gekommen zu sein, trotzdem blöd, dass ich nicht zeigen konnte, was ich kann“, meinte die 30-Jährige. (pm, AZ)

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