Bundestrainer Jogi Löw hat seinen EM-Kader am Montag bekannt gegeben. Patrick Helmes und Christian Träsch hatten sich Hoffnungen gemacht - können jetzt aber in den Urlaub fahren.



Am Montag hat Fußball-Bundestrainer Jogi Löw seinen vorläufigen EM-Kader bekannt gegeben. Darunter fanden sich wenig überraschende Personalien aber auch einige Neulinge, die erstmalig im Trikot mit dem Bundesadler auflaufen werden. Für die Wolfsburger Patrick Helmes und Christian Träsch sowie für Hamburgs Dennis Aogo und den Leverkusener Mittelfeldspieler Simon Rolfes ist das Warten und Hoffen vorbei. Sie gelangten nicht in die engere Auswahl des Bundestrainers und können schon einmal den Urlaub buchen.
Bitter ist das vor allem für Patrick Helmes, der zuletzt das Vertrauen seines Trainers Felix Magath in Wolfsburg mit guten Leistungen rechtfertigte. „Die Nominierung wäre ein tolles Erlebnis gewesen. Schade, es sollte halt nicht sein. Aber das ist allein die Entscheidung des Bundestrainers, wen er mitnimmt und wen nicht", sagte Helmes gegenüber der Bild-Zeitung. Dennis Aogo hat sich in dieser Saison mit dem Hamburger SV nicht gerade in die Herzen der Zuschauer gespielt. Zudem blieb er zuletzt bei seinen Auftritten im Nationalmannschaftstrikot eher blass.



Simon Rolfes, mit seinen 30 Jahren schon ein alter Hase im Löw-Team, scheiterte wohl eher an den besseren Alternativen. Der Bundestrainer kann derzeit, was die Talente im Mittelfeldspiel betrifft, aus dem Vollen schöpfen. Andere empfahlen sich in der Vergangenheit mehr. Zur ersten Garde zählte Rolfes ohnehin nie.
Christian Träsch geht es da ähnlich. Dass die genannten Spieler nicht mit zur EM nach Polen und in die Ukraine fahren dürfen, zeigt auch, dass Jogi Löw in dieser Beziehung ein veritables Luxusproblem hat. Überraschend war vor allem die Nominierung des Schalker Jungstars Julian Draxler. «Er ist ein Spieler mit enorm viel Potenzial, Stärken im Eins-gegen-Eins und einer sehr guten Spielintelligenz», rechtfertigte Löw am Montag die Berufung des 18 Jahre alten Mittelfeldspielers in den erweiteren Kader für die Fußball-EM. Ebenfalls überraschend war die Nominierung des Gladbacher Torhüters Marc André ter Stegen. Der richtete gleich nach der frohen Botschaft von Bundestrainer Löw eine Kampfansage an die Torwart-Konkurrenten Wiese und Zieler. Man werde sich um die zweite Positionen hinter dem als Nummer 1 gesetzten Manuel Neuer «streiten» und nichts «schenken». AZ/dpa
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