Andrea Petkovic wollte wieder zum Moonwalk ansetzen. Doch Maria Scharapowa demütigte die Deutsche phasenweise im Viertelfinale der French Open.

Die Russin bezwang die derzeit beste deutsche Tennisspielerin mit 6:0 und 6:3. Die 23-jährige Darmstädterin vergab somit die Chance, die erste Deutsche in einem French-Open-Halbfinale seit 1999 zu sein.
Zuletzt war Petkovic schon bei den Australian Open im Januar der Sprung unter die letzten Vier verwehrt geblieben. Damals schlug sie im Achtelfinale allerdings noch Scharapowa. Auf der vom Wind heftig aufgewirbelten roten Asche von Paris hatte sie diesmal aber nicht den Hauch einer Chance. Vom ersten Ballwechsel an stand Petkovic gegen die entfesselt aufspielende Scharapowa auf verlorenem Posten. Bereits nach 32 Minuten hatte sie den ersten Durchgang mit 0:6 abgegeben.
Petkovic nahm anschließend eine Toilettenpause. Vorerst ohne Erfolg. Scharapowa breakte sofort wieder, schnell stand es 0:2. Doch dann schien es besser zu laufen. Petkovic feierte ihren ersten Spielgewinn, ließ das Break zum 2:2 folgen. Und war anschließend dann doch wieder chancenlos. Scharapowa verwandelte ihren zweiten Matchball zum 6:3.
Für Petkovic war es eine bittere Lehrstunde nach zuvor vier Siegen bei den French Open. Anstatt mit dem Moonwalk einen Erfolg zu feiern, musste sie der Russin am Netz gratulieren. Bis zur persönlichen Mondlandung dauert es wohl noch ein wenig.
Scharapowa trifft nun auf die Chinesin Li Na, die 7:5, 6:2 gegen die Weißrussin Victoria Asarenka siegte. Die einstige Weltranglisten-Erste braucht nur noch zwei Erfolge, dann hätte sie als zehnte Spielerin der Tennis-Historie alle Grand-Slam-Turniere in Melbourne, Paris, London und New York gewonnen. Im anderen Halbfinale stehen sich Titelverteidigerin Francesca Schiavone aus Italien und Lokalmatadorin Marion Bartoli aus Frankreich gegenüber.
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