Mittwoch, 22. November 2017

14. November 2017 08:16 Uhr

Italien-Schweden

Pressestimmen zu Italiens WM-Aus: "Das ist die Apokalypse"

Das Unfassbare ist beim Spiel Italien gegen Schweden nun eingetreten: Nach 60 Jahren findet eine WM erstmals ohne Italien statt. Die Pressestimmen.

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Was für ein Drama: Italien hat erstmals seit 60 Jahren die Endrunde einer Fußball-WM verpasst. Torwart Gianluigi Buffon und Manolo Gabbiadini trauern nach dem verlorenen Spiel.
Foto: Luca Bruno, AP/dpa

Mamma Mia, das hat es seit 60 Jahren nicht gegeben! Italien fährt erstmals seit 1958 nicht zu einer WM. Nach dem 0:1 in Schweden kam die Squadra Azzura zuhause im legendären Mailänder San Siro Stadion nicht über ein 0:0 hinaus. Der Supergau ist für die Azzurri eingetreten. Nach Holland traf es eine weitere Spitzenmannschaft, die nicht bei der Fußball-WM 2018 in Russland dabei ist. Hier sind die Pressestimmen:

Italien gegen Schweden - Pressestimmen zum Spiel

"Das ist die Apokalypse (...) Am day after ist das entscheidende Spiel grausam, aber unvermeidlich. Ventura kann schon aus persönlicher Würde nicht anders als zu gehen. (...) Für Buffon und die anderen großen Alten ist die Vergeltung ungleich härter: Sie wurden von einer unwiderrufbaren Niederlage zum Abschied getrieben, nach so vielen erinnerungswürdigen Siegen" Gazzetta dello Sport

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"Alle raus!" Corriere dello Sport

"Ein Drama" AS.com

"Die Wahrheit tut weh, ja, und noch nie so sehr wie dieses Mal: Denn die Wahrheit ist, dass es zu Recht so ist. Italien fährt nicht zur Weltmeisterschaft, weil es das verdient hat: Angefangen bei dem Teil des Volkes, (...) der gepfiffen hat, als die schwedische Nationalhymne angestimmt wurde. Man kann weinen wie Buffon und weitere Millionen von Italienern. Man kann fluchen wie De Rossi auf der Bank (...). Man kann schweigen wie Ventura, der selbstgerechteste Nationaltrainer (...). Alle ab nach Hause, ja. An den Ort, wo man am besten reflektieren kann, wenn wir dazu überhaupt noch in der Lage sind." Tuttosport

"Es ist die Wirklichkeit eines italienischen Fußballs, der es zu der schmerzhaftesten Demütigung seiner Geschichte gebracht hat, eine Beschämung, eine sportliche Schande, die keinen Vergleich kennt. (...) Die Tränen von Buffon, aufrichtig und passioniert, bezeugen den Absturz, der viele Väter hat und dem niemand, wirklich niemand, entkommen kann." Corriere dello Sport 

Das azurblaue Desaster ist Wirklichkeit. So viel Enttäuschung und so viel Ärger. Der Heilige Syrus hat kein Wunder gebracht, dabei war die Nationalmannschaft nicht mal weit entfernt davon (...). Die Aufregung ist vorbei, jetzt ist es besser, die Dinge beim Namen zu nennen. Nach Russland fährt Schweden und das verdient. Der Rest zählt nicht. (...) Es ist die Zeit gekommen - ohne sich in Panik versetzen zu lassen -, zu verstehen, von wo aus man neu anfangen will und vor allem mit wem. Die erste Unternehmung muss sein: Gian Piero Ventura verabschieden, ihm für sein Engagement danken, aber schnellstmöglich vergessen, wie er [die Mannschaft] geführt hat. (...) Die Nacht von San Siro ist schwarz wie Kohle. Es wird viel Zeit vergehen, bis der nächste Morgen graut." La Stampa

"Der 69-jährige Trainer Gian Piero Ventura muss die Schande ertragen, der Erste zu sein, der seine Mannschaft nicht zur WM führt. Beim einzigen anderen Nichterreichen war ein Kommittee dafür verantwortlich." The Sun

"Das ist ein Beben! Italien ist raus! Schade für die WM! Aber gut für uns!" bild.de

"Die italienische Nationalmannschaft verpasst nach einem dramatischen Spiel erstmals seit 1958 eine WM-Endrunde. Gegen Schweden kam die Squadra Azzurra trotz drückender Überlegenheit nicht über ein 0:0 hinaus. Es dürfte nicht nur das letzte Länderspiel für Trainer Gian Piero Ventura, sondern auch für Torwart-Legende Gianluigi Buffon gewesen sein." tz.de

"Mehr Ballbesitz, klare Vorteile im Spiel, doch kein Abschlussglück" abendzeitung-muenchen.de

"Dass die Italiener im 45. Pflichtspiel nacheinander zu Hause unbesiegt blieben, interessierte am Montag niemand. Für Schweden war das siebente Remis im 24. Duell mit den 'Azzurri' Gold Wert." krone.at

"Wir haben es geschafft" - Sportbladett

"Ein Angriff nach dem anderen rollte Richtung Tor der Skandinavier, die aber mit Glück und Geschick ihr Wunschergebnis über die Zeit brachten." 11freunde.de

"Der finale Gong des italienischen Fußballs war das Geräusch eines Balles, der gegen die Latte klatschte. Alessandro Florenzi hatte in der 67. Minute geschossen, der schwedische Verteidiger Mikael Lustig fälschte ab - dann flog der Ball in hohem Bogen gegen die Querstange." sueddeutsche.de

"Die Apokalypse trägt die Farbe dunkelblau. Sie hat den bitteren Geschmack von den Tränen Buffons, dem das Herz gebrochen wurde: für ihn gibt es keine sechste WM, er geht nicht als Legende ein, als einziger diese Leistung erreicht zu haben." La Repubblica

Die Fußball-WM 2018 in Russland findet ohne Italien statt. Der viermalige Weltmeister kam im Playoff-Rückspiel gegen Schweden nicht über ein 0:0 hinaus. Unter Tränen verkündet Gianluigi Buffon seinen Abschied.

"Das fiel auf: Italien mit eigenen Waffen geschlagen. Gute und disziplinierte Defensive! Dafür ist normalerweise Italien bekannt. In den Playoffs hat genau das aber Schweden gemacht und trieb damit die Italiener zur Weißglut. Über 90 Minuten verteidigten die Schweden diszipliniert im 4-4-2 System und ließen in beiden Spielen keinen Treffer der Squadra Azzurra zu." eurosport.de

Alle Informationen rund um die WM in Russland finden Sie hier in unserer Übersicht.

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