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14. Februar 2008 17:10 Uhr

Real Madrid ist der umsatzstärkste Fußballclub

Die «Königlichen» aus Madrid bleiben die Umsatz-Champions imWelt-Fußball. Aber auch die Bundesliga mischt in der Liga dereinnahmestärksten Clubs kräftig mit:

Ein Blick in das Santiago Bernabeu-Stadion im spanischen Madrid.
Foto: DPA

Düsseldorf/Manchester (dpa) - Die «Königlichen» aus Madrid bleiben die Umsatz-Champions im Welt-Fußball. Aber auch die Bundesliga mischt in der Liga der einnahmestärksten Clubs kräftig mit:

Das geht aus der am Donnerstag veröffentlichten «Football Money League» der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte hervor. Demnach liegt Real Madrid zum dritten Mal nacheinander in der seit 1998 durchgeführten Erhebung an der Spitze. Der spanische Rekordmeister nahm in der Saison 2006/2007 insgesamt 351 Millionen Euro ein und übertraf mit einem Wachstum um 20 Prozent als erster Club die 300-Millionen- Euro- Grenze.

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Der wirtschaftliche Aufschwung in der deutschen Elite-Liga wird mit erstmals vier Vereinen unter den Top 20 sichtbar. Neu im illustren Kreis ist Werder Bremen mit einem Umsatz von 97,3 Millionen Euro auf Platz 20. Der deutsche Rekordmeister Bayern München verbesserte sich mit seinem Rekordergebnis von 223,3 Millionen Euro um einen Rang auf Position sieben, der Hamburger SV steigerte seine Einnahmen um 18 Prozent auf 120,4 Millionen Euro und ist nun 15. vor Schalke 04 (114,3 Millionen).

«Der Medienvertrag ab der Saison 06/07, stetig wachsende Sponsoringeinnahmen, der anhaltende Zuschauerboom sowie eine moderne Stadioninfrastruktur sind ausschlaggebend für die Rekordumsätze der Bundesligisten», meinte Stefan Ludwig, Verantwortlicher der Sport Business Gruppe bei Deloitte.

Der insgesamt positive Trend der Bundesliga wird dadurch unterstrichen, dass in Borussia Dortmund, dem VfB Stuttgart und Bayer 04 Leverkusen mit Umsatzzahlen zwischen 80 Millionen und 90 Millionen Euro weitere deutsche Vereine nur knapp den Sprung unter die Top 20 verpassten. «Aufgrund der kontinuierlichen Umsatzanstiege könnten auch diese Clubs bei einer UEFA-Champions-League-Teilnahme zukünftig den Sprung in die Top 20 schaffen», sagte Deloitte-Projektmanager Niels Gronau.

Insgesamt erwirtschafteten die 20 umsatzstärksten Clubs in der Vorsaison laut der Erhebung einen Gesamtumsatz von fast 3,7 Milliarden Euro und steigerten damit ihre Erlöse um durchschnittlich elf Prozent. Dies ist die höchste Wachstumsrate seit vier Jahren.

Ihre wirtschaftliche Stärke unterstrich die englische Premier League, die gleich mit sechs Clubs unter den ersten 20 vertreten ist: Manchester United (2. Platz), FC_Chelsea (4.),_FC_Arsenal (5.), FC_Liverpool (8.), Tottenham Hotspur (11.) und Newcastle United (14.). Neben den vier Bundesligisten werden noch vier Vereine aus Italien (AC_Mailand/6., Inter Mailand/9., AS_Rom/10., Juventus Turin/12.), drei Clubs aus Spanien (Madrid, FC_Barcelona/3., FC_Valencia/18.), zwei französische Vertreter (Olympique Lyon/13., Olympique Marseille/19.) und Celtic Glasgow (17.) als einziges schottisches Team in dem Ranking aufgeführt.

Für die kommenden Jahre rechnet Deloitte damit, dass die englischen Clubs zu den spanischen Top-Clubs Real und Barca aufschließen. Schon in dem diesjährigen Ranking verdrängte Manchester United mit einem Umsatzsprung von 30 Prozent auf 315,2 Millionen Euro Barcelona (290,1 Millionen) vom zweiten auf den dritten Rang. «Die neuen Dreijahres-TV-Verträge der Premier League, die mit Beginn der Saison 2007/08 in Kraft getreten sind, werden die Erlösstruktur der englischen Top Clubs weiter verbessern und den Vorsprung von Real Madrid in den kommenden Jahren schmelzen lassen», meinte Ludwig.

Grundlage für die Erhebung sind die veröffentlichten Umsatzzahlen der Clubs für das Geschäftsjahr 2006/2007. Dabei handelt es sich um Angaben ohne Steuern und ohne Einnahmen aus Spielertransfers. Aussagen, ob ein Verein rentabel wirtschaftet, liefert das Ranking nicht, da lediglich die Einnahmen-, aber nicht die Kostenseite beurteilt wird.

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