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13. Februar 2012 09:55 Uhr

Skispringen

Skispringer Freund und Freitag angriffslustig

Erst schworen sich Richard Freitag und Severin Freund beim gemütlichen Abendessen im Willinger Teamhotel auf die nächste Podest-Attacke ein, dann ließen Deutschlands Top-Skispringer am Ruhetag der Team Tour die Seele baumeln.

Richard Freitag ist heiß auf das nächste Springen. Foto: Arne Dedert dpa

«Wir wissen, woran wir zu arbeiten haben, und wollen das in Klingenthal umsetzen, damit es noch besser wird», sagte Freitag vor dem nächsten Heimauftritt an diesem Mittwoch.

Zwar sprangen Freitag als Siebter und Freund als Neunter zum Auftakt der mit 100 000 Euro dotierten Serie in die Top Ten, doch die Ansprüche sind mittlerweile nicht nur bei den Fans gestiegen. «Natürlich will jeder vor heimischer Kulisse auf das Podest springen. In Willingen waren noch nicht die guten Sprünge dabei, die für ganz vorne reichen. Aber das kann ja noch kommen, denn es ist eine gute Basis da», erklärte Freund zuversichtlich.

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Zu weit aus dem Fenster lehnen wollten sich die Zimmerkollegen jedoch nicht. «Ich werde mir keine übergroßen Ziele setzen. Wenn es mit dem Podestplatz klappt, ist es schön. Wenn nicht, ist es auch nicht schlimm», meinte Freitag. Und Freund ergänzte: «Es ist schwer, etwas vorherzusagen.»

Bundestrainer Werner Schuster sieht sein Top-Duo für das Duell mit der Weltspitze gerüstet. «Zehn Springer sind auf einem sehr hohen Niveau, da kommt es auf die Tagesform an. Wir haben mit Freund und Freitag zwei heiße Eisen im Feuer, die wollen wir schmieden», erklärte Schuster.

Der Chefcoach weiß um den besonderen Druck vor heimischem Publikum, der Freitag und Freund bei der Vierschanzentournee etwas gelähmt hatte. Schuster wollte daher nach dem Willingen-Auftritt erst gar keine schlechte Laune aufkommen lassen. «Wir wären schlecht beraten, wenn wir dieses Ergebnis schlechtreden würden. Wir können entspannt weiterfahren und in Klingenthal wieder einen guten Wettkampf machen», sagte er.

Das gilt übrigens für die gesamte Mannschaft, die nach zwei von fünf Wettbewerben der Team Tour hinter Norwegen und Japan, aber überraschend vor Österreich auf Rang drei liegt. Der Weltmeister und Olympiasieger musste im Upland eine herbe Pleite einstecken und den Sieg-Hattrick wohl vorzeitig abschreiben.

«Im Moment schaut es danach aus. Die Österreicher merken, dass es nicht mehr so einfach ist, den Platz an der Sonne zu behaupten. Von den Norwegern kommt sehr viel Druck, die Japaner und auch wir zeigen gute Sprünge. Ich bin froh, dass wir in diesem Konzert voll mitspielen», stellte Schuster fest.

Im Hinblick auf die Skiflug-WM in knapp zwei Wochen auf dem Monster-Bakken in Vikersund hofft der Chefcoach nun auf eine schnelle Rückkehr des erkrankten Michael Neumayer. «Wir können unsere Position da oben behaupten, und wenn wir noch einen dazukriegen, können wir sie auch noch verbessern. Wenn unsere Fixgrößen Topleistungen bringen und die anderen beiden auch gut springen, dann lebt die Medaillenchance in Vikersund», sagte Schuster. (dpa)

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Skispringen | Team Tour | Weltcup


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