Die Staatsanwaltschaft geht nach dem Urteil gegen den Formel 1-Fahrer Adrian Sutil in Berufung. Sutil aber ebenfalls.



Die Anklage: Gefährliche Körperverletzung. Das Urteil: 18 Monate Haft auf Bewährung. Das war das Ergebnis des Prozesses gegen Formel-1-Rennfahrer Adrian Sutil.
Der Staatsanwaltschaft ist dies zu wenig, sie geht nun in Berufung, wie Gerichtssprecherin Ingrid Kaps mitteilte. Doch auch Sutil wehrt sich gegen das Urteil - auch er "legt Rechtsmittel ein", wie sein Manager Manfred Zimmermann am Mittwoch bekannt gab.
Sutil ist davon überzeugt, "dass das Urteil nicht angemessen ist", sagte Manager Zimmermann.
Sein Schützling war am Dienstag vergangener Woche vor dem Münchner Amtsgericht zu einem Jahr und sechs Monaten Gefängnis auf Bewährung sowie einer Geldstrafe von 200.000 Euro verurteilt worden. Richterin Christiane Thiemann war damit unter der Forderung der Staatsanwaltschaft von 21 Monaten Haft auf Bewährung und 300.000 Euro Geldstrafe geblieben.
Der mittlerweile vertragslose Formel-1-Pilot Sutil hatte bei einem Discostreit im April den Luxemburger Geschäftsmann Eric Lux mit einem Glas am Hals schwer verletzt. Bei der zweitägigen Verhandlung hatte Sutil mehrfach beteuert, dass dies unabsichtlich passiert sei.
"Für mich gibt es keine andere Erklärung, als dass es ihm bewusst war, dass der Schlag auf den Hals zu lebensgefährlichen Verletzungen führen kann", hatte hingegen Richterin Thiemann in ihrer Urteilsbegründung gesagt.
Wann es nun vor dem Landgericht München weitergeht, ist noch offen. (daam, dpa)
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