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Tennis
09.10.2017

Zverev lässt den Schläger büßen

Die deutsche Nummer eins unterliegt im Halbfinale von Peking und verpasst damit seinen sechsten Turniersieg. Sein großer Auftritt in diesem Jahr könnte aber noch kommen

Erst gratulierte er seinem Bezwinger, dann schlich Alexander Zverev mit hängendem Kopf und zerbeultem Schläger vom Platz. Deutschlands große Tennis-Hoffnung hat in Peking das Endspiel verpasst. Der 20 Jahre alte Hamburger unterlag am Samstag dem Australier Nick Kyrgios im Halbfinale 3:6, 5:7 und musste damit auch seine Hoffnungen auf den sechsten Turniersieg im Jahr 2017 begraben. Trostpflaster ist seine nun endgültig gesicherte Teilnahme an der ATP-Weltmeisterschaft vom 12. bis 19. November in London.

„Die Dinge sind nicht so gelaufen, wie sie hätten sollen“, gab der enttäuschte Verlierer auf seiner Facebook-Seite zu. Dem fairen Handschlag mit Kyrgios ließ er noch anerkennende Worte folgen: „Der bessere Spieler hat heute gewonnen. Alles Gute fürs Finale, Nick.“ Im Finale hatte Kyrgios dann nicht die Spur einer Chance: Gegen den spanischen Weltranglistenersten Rafael Nadal ging er 2:6, 1:6 unter. Nach dem Halbfinale hatte Kyrgios das Lob an den zwei Jahre jüngeren Zverev zurückgegeben. „Ich bin sehr glücklich. Es ist immer eine enge Kiste, gegen Zverev zu spielen. Er hatte ein großes Jahr und ist jetzt einer der besten Spieler der Welt“, meinte der Australier. „Vor ihm liegt eine ganz große Zukunft.“ Kyrgios schaffte es bei den China Open in sein sechstes Finale auf der ATP-Tour.

Bereits nach 1:17 Stunden verwandelte der Australier seinen ersten Matchball. Kurz zuvor hatte er Zverev das entscheidende Aufschlagspiel abgenommen – nach einem Doppelfehler des Hamburgers. Der Deutsche war sichtlich unzufrieden mit seinem Spiel, frustriert schleuderte er mehrmals seinen Schläger zu Boden.

Doch die Niederlage wird Jungstar Zverev – mit 20 Jahren ist „Sascha“ schon die Nr. 4 der Welt – nicht zurückwerfen. In vier Wochen schlägt vielleicht seine große Stunde: Alexander Zverev hat sich als erster Deutscher seit Rainer Schüttler vor 14 Jahren für den Saisonabschluss der besten acht Tennisprofis des Jahres qualifiziert. (dpa)

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