Donnerstag, 19. Oktober 2017

12. August 2017 11:52 Uhr

Augsburger Panther

Erstes Spiel, zwei Tore: Wird White zum Torjäger der Panther?

Gleich im ersten Spiel lief es für den Panther-Neuzugang Matt White perfekt. Aber er kann noch besser spielen, glaubt der Amerikaner. Ein Vor-Ort-Bericht aus Südtirol.

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Matt White feierte einen gelungenen Einstand für die Augsburger Panther.
Foto: Siegfried Kerpf

Sein erstes Europa-Gastspiel vor einigen Jahren in der slowenischen Hauptstadt Laibach war ein Flop. Nach nur zwei Monaten kehrte Matt White frustriert in seine Heimat zurück. Nun wagt der Amerikaner, der von den Milwaukee Admirals (AHL) zu den Panther gekommen war, zum zweiten Mal den sportlichen Sprung über den Atlantik. Mike Stewart hatte den Angreifer für Augsburger Verhältnisse ultrafrüh Anfang Juni als einzigen Import-Neuzugang verpflichtet. White deutete gleich im ersten Saisonspiel seine Qualitäten an. Zum 5:1-Erfolg im Auftaktspiels des Dolomitencups gegen den französischen Meister Gap in Neumarkt steuerte der flinke Außen zwei Treffer bei und meinte anschließend: „Es ist immer schwierig vom Sommertraining ins erste Spiel einzusteigen. Man muss erst den Rost abschleifen. Aber die Kollegen haben mir den Übergang leicht gemacht.“

Trainer Stewart stellte den US-Amerikaner in die zweite Sturmreihe mit Evan Trupp und Mike Davies. Auf die im Vergleich zu Nordamerika größeren Eisflächen muss sich die Nummer 97 erst gewöhnen: „Wir spielen ein sehr schnelles System und attackieren den Gegner früh. Ich muss noch überlegen, wann ich wo in welchen Situationen sein muss.“  

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Der 27-Jährige arbeitete hart vor dem gegnerischen Tor und sieht in den größeren Ausmaßen der Spielfläche Vorteile für sich: „Ich muss mich erst daran gewöhnen, dass ich mehr Zeit habe, als ich denke. In Nordamerika ist das ganze Spiel viel enger.“ Erstaunt nahm er die Kulisse zur Kenntnis: „Unsere Fans haben uns schon Klasse unterstützt.“ Gut 350 AEV-Anhänger unter den 1000 Zuschauern feuerten die Panther an.

 

Matt White neu im Trikot der Augsburger Panther

Die nächste Möglichkeit zur sportlichen Akklimatisierung bieten sich White und dem Panther-Team am Sonntag um 20 Uhr im Finale des Dolomitencups. Dann hofft auch Marco Sternheimer auf weitere Einsätze. Gegen Gap fügte sich der 20-Jährige gut ein und zeigte sich beeindruckt: „Die Jungs sind schon cool. Das ist ein anderes Tempo als bei den Junioren.“ Vor wenigen Tagen war der Stürmer erst von einem Turnier mit der deutschen U20-Nationalmannschaft aus der Slowakei zurückgekehrt.  Als 13. Stürmer warf Mike Stewart das AEV-Nachwuchstalent ins Getümmel. Sternheimer genießt jede Sekunde und hofft,  „dass ich auch im Finale am Sonntag wieder ran darf.“

 

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