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17. April 2010 11:31 Uhr

Play-Off-Finals erreicht

Augsburger Panther: Die Betonschüssel bebt

Die Augsburger Panther machten am Freitag den Einzug ins Finale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft perfekt. Über 7000 Fans verwandelten das Curt-Frenzel-Stadion zum Tollhaus der Liga.

Die Fans der Augsburger Panther verwandelten das Curt-Frenzel-Stadion am Freitagabend in ein Tollhaus.
Foto: Ulrich Wagner

Der Jubel kannte keine Grenzen. Mit dem 3:2 über den EHC Wolfsburg feierten die Augsburger Panther den Einzug ins Finale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft. Über 7000 Fans machten das Curt-Frenzel-Stadion zum Tollhaus der Liga.

Man sollte mit solchen Worten sparsam umgehen, aber die Fans erlebten einen historischen Abend im 1962 erbauten Curt-Frenzel-Stadion. Eine Eishockey-Mannschaft aus Augsburg ringt Wolfsburg mit 3:2 nieder und zieht mit einem 3:1-Halbfinalerfolg in die Endspiel-Serie um den Titel ein. Die erste Partie um den silbernen Pokal steigt am Dienstag in Hannover, das erste Heimspiel gegen die Scorpions folgt am kommenden Freitag.

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Auf den Rängen singen und jubeln die Fans, vor und in der Panther-Kabine blickt man in zwar müde, aber glückliche Gesichter. "Es ist wirklich gigantisch. Das ist der größte Tag in meiner Profi-Karriere", schwärmt Stürmer Chris Collins, der den Ausgleich zum 1:1 erzielt hatte. Nach dem 0:1 Rückstand in der 13. Minute taten sich die Gastgeber lange schwer, aber als endlich in der 37. Minute das 1:1 fiel ging die Post im Curt-Frenzel-Stadion ab. Erst recht nach dem 2:1 durch Brett Engelhardt und dem 3:1 durch Christian Chartier.

Die Betonschüssel bebte. Die Zuschauer schrien ihre Helden nach vorne und zitterten in einer packenden Schlusshase mit, in der der überragende Torwart Dennis Endras den Sieg fest hielt.

"Ich habe schon vor 20.000 Zuschauern in Boston gespielt, aber das ist nichts verglichen mit der irren Stimmung heute Abend", sagt der 24-jährige Collins, der mit seinen drei Treffern in der ersten Halbfinal-Partie (3:2 nach Verlängerung in Wolfsburg) maßgeblichen Anteil am Halbfinal-Triumph der Panther hatte.

Aber nicht nur die abgebrühten Profis, auch hartgesottene Fans schwankten zwischen Jubel und Rührung. »Unfassbar, ich habe das noch gar nicht realisiert: wir sind im Finale», schwärmt Fanklub-Vorstand Bernhard Kopp.

Seit Jahren engagieren sich er und viele Anhänger, dabei gab nicht allzu oft Grund zum Jubeln in der jüngsten Geschichte des Augsburger Eishockeys. Ein AEV-Anhänger muss schon eine gehörige Portion Leidensfähigkeit mitbringen. "Jetzt werden wir belohnt. Man muss jetzt jede Minute genießen", sagt Kopp. Wenige Sekunden darauf fallen sich der Fan-Vorstand und Panther-Boss Lothar Sigl im VIP-Raum in die Arme.

Die Stimmung ist ausgelassen, an Hannover denkt noch niemand. "Jetzt wird erst einmal gefeiert", kündigt Collins an. Wo die AEV-Profis den großen Eishockey-Abend ausklingen lassen, verrät der Amerikaner auch: "Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass man uns noch etwas länger in der Maximilianstraße antrifft."

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