Sieg vor nur 1800 Zuschauern: Die Panther-Profis feierten das 3:1 gegen Nürnberg vor fast leeren Rängen. Der überragende Keeper Dennis Endras richtet indes den Blick auf die Partie in Straubing. Von Milan Sako

Sieg vor nur 1800 Zuschauern: Die Panther-Profis feiern das 3:1 gegen Nürnberg vor fast leeren Rängen. Der überragende Keeper Dennis Endras richtet indes den Blick auf die Partie in Straubing.
Nach der Schlusssirene applaudierten die Fans im Curt-Frenzel-Stadion den Panther-Profis, die gerade in einem packenden Match die Nürnberg Ice Tigers besiegt hatten. Danach verließen fast alle der 1874 Besucher die eisige Betonschüssel. Schnell ins Warme, einen heißen Tee trinken und vielleicht noch die letzten Minuten des Bayern-Spiels gegen Florenz gucken.
Als die siegreichen Spieler, wie so üblich, bereits halb entkleidet zur Ehrenrunde noch einmal aufs Eis liefen, hatten die Eismeister die meisten Scheinwerfer abgeschaltet und nur noch die treuesten Fans auf der Tribüne ließen ihre Lieblinge hochleben. Schade, denn die Leistung der Panther-Profis hätte mehr Beifall und die hochklassige Partie mehr als die Saisonminus-Kulisse von 1874 Besuchern verdient gehabt.
Die Kälte dürfte wohl einige Anhänger abgeschreckt haben. Man muss schon ein glühender AEV-Anhänger sein, um zweieinhalb Stunden bei schneidendem Wind im Stadion zu sitzen oder zu stehen.
Die Profis dagegen kämpften weniger mit den Minusgraden. "Mir ist nicht kalt geworden. Ich habe ja genügend zu tun gehabt", berichtet Torhüter Dennis Endras. Vor allem im zweiten und dritten Abschnitt drängten die Nürnberger beim Zwischenstand von 2:1 nach AEV-Treffern von Colin Murphy (Penalty) und Brett Engelhardt auf den Ausgleich.
Doch der Nationaltorwart grätschte gewohnt schnell und schnappte sich die Pucks. Allerdings unterstützten ihn diesmal auch seine Vorderleute. "Wir haben in der Abwehr viel konzentrierter gespielt als in Krefeld. Nach unserer internen Statistik haben zudem die Jungs vor mir 21 Schüsse geblockt."
Mit dem Sieg haben sich die Panther ihre guten Chancen auf eine Play-off-Teilnahme erhalten. Zumal die Konkurrenten um Platz zehn bis auf Mannheim (4:1 gegen Düsseldorf) allesamt ausrutschten. Krefeld (1:2 gegen Frankfurt), Köln (3:4 n.V. gegen Ingolstadt) und Iserlohn (1:2 n. V. gegen Berlin) verloren ihre Spiele, was im Curt-Frenzel-Stadion ebenso laut bejubelt wurde wie das 3:1 der eigenen Mannschaft.
Nach dem Sieg gegen die Franken folgt am Freitag der zweite Teil der bayerischen Eishockey-Woche mit dem Auftritt in Straubing. "Das Auswärtsspiel ist machbar, da sollten wir punkten", fordert Dennis Endras von sich und seinen Teamkollegen. Auch Trainer Larry Mitchell will den Schwung mitnehmen: "Der Sieg gegen eine starke Mannschaft wie Nürnberg sollte uns viel Selbstvertrauen für das Match in Straubing geben."
Ein Erfolg gegen die Niederbayern würde den Panthern nicht nur sportlich guttun. Die AEV-Profis können ihren Anhängern ein weiteres Argument liefern, die Mannschaft im Heimspiel am kommenden Sonntag (18.30 Uhr) gegen den Erzrivalen ERC Ingolstadt zahlreich zu unterstützen. Denn Ehrenrunden vor vollen Rängen machen doch mehr Spaß. Milan Sako
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