Panther-Geschäftsführer Max Fedra bekommt in diesen Tagen viele Anrufe von Journalisten aus Hamburg. Das hat nichts damit zu tun, dass die Freezers heute ins Curt-Frenzel-Stadion kommen, sondern mit Personalentscheidungen.

Panther-Geschäftsführer Max Fedra bekommt in diesen Tagen viele Anrufe von Journalisten aus Hamburg. Das hat nichts damit zu tun, dass die Freezers heute zum DEL-Spiel (19.30 Uhr) ins Curt-Frenzel-Stadion kommen, sondern mit Personalentscheidungen.
Seit die Hamburger sich von Geschäftsführer Boris Capla getrennt haben, taucht der Name Fedra immer wieder in der Gerüchteküche als Nachfolger auf. "Hamburg ist ein interessanter Standort, aber für mich kommt das System Anschütz nicht in Frage." US-Milliardär Philip Anschütz, dem neben den Freezers auch die Organisation von Meister Eisbären Berlin gehört, hält mit viel Geld seine Eishockeyvereine am Leben.
Fedra war bereits für Anschütz tätig, als die Freezers noch Barons hießen und in München beheimatet waren. Aber zurück will er nicht mehr. Ihm ist der kurze Draht zu einem bodenständigen Panther-Hauptgesellschafter wie Gastwirt Lothar Sigl lieber. "Da kann es zwar sein, dass er keine Zeit hat, weil er noch drei Schnitzel klopfen muss, aber einige Minuten später ruft er dann zurück." Fedra sieht seine Zukunft in Augsburg - auch weil er den Umbau des städtischen Curt-Frenzel-Stadions begleiten will. "Das kann bis zum Jahr 2038 dauern", meint er scherzhaft.
Der heutigen Partie gegen Hamburg sieht der Manager nicht ohne Sorgen entgegen. "Uns hat die Erfahrung gelehrt, dass wir nach einer Pause häufig Schwierigkeiten hatten, in Tritt zu kommen", so Fedra. "Bei 17 Punkten Vorsprung haben viele die Meinung, dass das Spiel ein Selbstläufer wird, aber das ist falsch." Die Hamburger dürften vielmehr die Pause zur Regeneration genutzt haben. Fedra musste gestern den Ausfall von Brett Engelhardt verkraften, hatte aber auch frohe Kunde. "Es ist schön, dass die Familie Holland weiter zum Eishockey steht." Die Augsburger Allgemeine - unter Verleger Curt Frenzel erlebte der AEV Ende der 60er Jahre eine seiner Glanzzeiten - wirbt künftig auch auf dem Eis. Die Stadtwerke haben den Schriftzug ihrer Kundenkarte "Karocard" im Mittelkreis des Spielfeldes anbringen lassen. "Wir freuen uns, dass die Unternehmen ihr Engagement aufstocken", sagt Fedra und hofft auf Signalwirkung. "Vielleicht denken nun auch andere Firmen über einen Einstieg bei den Panthern nach." Die Mannschaft hat genügend Eigenwerbung betrieben. Mit einem Sieg über Hamburg könnten die Panther auf Rang zwei vorrücken. Gute Perspektiven - wenn nicht die Verletzungen wären. Peter Deininger
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