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06. September 2010 20:10 Uhr

Auftaktsieg in Krefeld

Augsburger Panther: Keine Party auf der Rückfahrt

Chris Heid war am Montag guter Laune. Dabei war der Verteidiger erst gegen fünf Uhr in Augsburg eingetroffen. Im Bus war er eingeschlafen. Schuld daran war Dennis Endras. Von Peter Deininger

Chris Heid, Augsburger Panther
Foto: Ulrich Wagner

Chris Heid war am Montag guter Laune. "Ich werde mit meiner Frau die Sonne genießen, in den nächsten Tagen soll das Wetter ja wieder schlechter werden." Der Eishockeyverteidiger war erst gegen fünf Uhr morgens mit den Panthern in Augsburg eingetroffen.

Die Busfahrt zurück aus Krefeld kann ganz schön lang sein. "Das war aber gar nichts im Vergleich zur Anreise am Samstag. Da hatten wir einen Motorschaden am Bus und waren erst gehen zehn Uhr abends im Hotel."

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Chris Heid erzählt es wie die lustige Anekdote eines gelungenen Wochenendausfluges mit dem 5:2 am Sonntag bei den Krefelder Pinguinen. "Wir haben solide gespielt." Der Kanadier mit dem deutschen Pass ist kein Typ, der Siege verklärt, auch wenn sie normalerweise Seltenheitswert haben, wie die der Panther in Krefeld.

"Die Pinguine haben viel Talent im Team, dort wird es für jede Mannschaft schwer sein zu gewinnen", ist Heid überzeugt, der selbst ein Jahr für die Pinguine spielte. Deren Trainer Rick Adduono kennt er noch aus Übersee. Der Kanadier war sichtlich beeindruckt von den Panthern. "Ich habe noch nie ein Team in der DEL gesehen, das derart viele Schüsse geblockt hat."

Einer, der es in dieser manchmal schmerzhaften Disziplin zur Meisterschaft gebracht hat, ist Heid. "Ich habe diesmal keine blauen Flecken", berichtete der Mann für die unangenehmen Aufgaben in einer Eishockeymannschaft. "Trainer Larry Mitchell hat wieder gute Spieler gefunden, die Mischung im Team stimmt", sagt Heid. "Wir können wieder hohes Tempo vorlegen."

In der vergangenen Saison gewannen die Panther die Vizemeisterschaft, nach dem gelungenen Start in die neue Spielzeit herrschte aber keine Partystimmung im Mannschaftsbus. "Ich habe nur Wasser getrunken", versichert Heid auf Deutsch. Dazu gab es Pizza Hawaii und im Bordkino einen Film mit Kurt Russell.

Die DVD hatte Torhüter Dennis Endras besorgt. Chris Heid war von dem Streifen nicht sonderlich beeindruckt und ist deshalb bald eingeschlafen. Das nächste Mal müssen die beiden Spieler für das Unterhaltungsprogramm sorgen, die im Training beim Penaltyschießen die größten Probleme haben, die Scheibe im Tor unterzubringen.

Denn bereits am Donnerstag gehen die Panther wieder auf Tour. Am Freitag steht die Partie bei den Kölner Haien auf dem Programm, am Sonntag folgt das Gastspiel beim Meister Hannover, der die Runde mit Siegen gegen die Spitzenmannschaften Wolfsburg und Düsseldorf begonnen hat.

Hannover wird der erste Heimgegner der Panther sein. Aber es dauert noch fast vier Wochen, bis sich Chris Heid und seine Kollegen dem eigenen Publikum vorstellen können. Erst am 3. Oktober lässt der Umbau im Curt-Frenzel-Stadion wieder Eishockey zu. Von Peter Deininger

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