Mittwoch, 16. August 2017

Augsburger Panther

27. November 2016 18:43 Uhr

AEV

Augsburger Panther zeigen große Moral, verlieren aber

Die Augsburger Panther erkämpfen ohne sechs angeschlagene Spieler bei den Mannheimer Adlern einen Punkt. Erst in der Verlängerung fällt die Entscheidung.

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T.J. Treveljan trifft für die Augsburger Panther.
Foto: Siegfried Kerpf (Archivfoto)

Am Freitag war der Füssener Simon Sezemsky noch für den Kooperationspartner Ravensburg in der zweiten Liga auf dem Eis, anschließend bekam er einen Notruf aus Augsburg. Denn beim 5:4 der DEL-Panther gegen Iserlohn hatten sich weitere vier Eishockey-Stammkräfte verletzt. Sezemsky kam auf diese Weise am Sonntag in Mannheim zu seinem ersten DEL-Einsatz. „Ich habe noch nie in einer so großen Halle gespielt“, war der 23-jährige Verteidiger sichtlich beeindruckt.

Er machte seine Sache ordentlich. Ohne sechs angeschlagene Profis zeigten die Panther einschließlich des starken Torhüters Jonathan Boutin große Moral und nahmen einen Punkt mit. Denn nach 60 Minuten stand es zwischen dem Tabellendritten und dem Fünften 1:1 (1:1, 0:0, 0:0). Erst in der ersten Minute der Verlängerung beendete Luke Adam in Überzahl mit seinem Tor zum 2:1 die Augsburger Erfolgsserie. Sie hatten zuvor fünf Partien am Stück gewonnen.

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"Es war ein komisches Spiel"

Am Freitag gegen Iserlohn war bis auf die drei Zähler für Augsburg so gut wie alles schiefgelaufen. Im ersten Drittel fiel wegen eines technisches Defekt zunächst die Spieluhr aus. „Damit hat alles angefangen, es war ein komisches Spiel“, sagte ein trotz des Sieges frustrierter AEV-Trainer Mike Stewart.

Der Grund: Arvids Rekis (Verdacht auf Gehirnerschütterung), Evan Trupp, Adrian Grygiel und Mark Cundari (alle Oberkörperverletzung) fallen auf unbestimmte Zeit aus. Da auch Verteidiger Scott Valentine (Oberkörper) und Michael Davies (Grippe) davor bereits fehlten, musste Stewart in Mannheim ohne sechs Stammspieler auskommen und forderte seine Förderlizenzspieler Hans Detsch (Angriff) und Simon Sezemsky von Ravensburg an.

Personalmisere bei den Panthern

Trainer Stewart experimentierte notgedrungen und beorderte Angreifer Alexander Thiel in die ausgedünnte Abwehr. „Am Anfang ist die Umstellung schwierig, aber das legt sich im Lauf des Spiels. Ich denke, wir haben mit unseren drei Reihen alles rausgeholt“, war Thiel nicht unzufrieden.

Angesichts der Personalmisere agierten die Panther nicht so offensivfreudig wie gewohnt. Vorsicht hieß die erste Devise. Die Adler gingen zwar durch einen abgefälschten Schuss von Garrett Festerling in der 6. Minute in Führung, doch T. J. Trevelyan glich noch im ersten Drittel (19.) aus. Augsburg verhielt sich taktisch geschickt, wartete ab und gestattete Mannheim kein Offensivfeuerwerk.

Selbst als Trevor Parkes nach einer ungeschickten Aktion in der 60. Minute auf die Strafbank musste, ließen sich die Panther den Punkt nicht mehr nehmen. AZ

Augsburger Panther Boutin – Dinger, Lamb; Guentzel, Thiel; Tölzer, Sezemsky – Holzmann, LeBlanc, Parkes; Trevelyan, MacKay, Hanowski; Polacezk, Stieler, Hafenrichter; Detsch

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